Havelberg l Winterlich angehaucht, so wie der Rasen in der Parkanlage des Havelberger ArtHotel, auf dem noch eine dünne Schneedecke lag, war der erste Nachmittag der Plattdeutschgruppe des Heimatvereins. Dazu begrüßte die Leiterin Heide Schumann die zahlreichen Gäste im voll besetzten Restaurant "Schmokenberg". Sie wünschte allen ein gesundes neues Jahr und versprach, dass die plattdeutsche Singegruppe und die Plattsnacker auch 2015 dazu beitragen werden, die eine oder andere Sorge vergessen zu lassen.

Die Singegruppe unter Leitung von Margarete Bartels eröffnete das winterliche Programm mit dem Lied "Wo sünd mien Joahren bleben?" - nach der Melodie von Margarete Bartels und dem Text von Helmuth Schröder. Ein weiteres Lied, auch hier kam die Melodie von Margarete Bartels und der Text von Heide Schumann, spricht das 16-jährige Bestehen der Singegruppe an und wird schon seit dem 10. Geburtstag fortgeschrieben. Die Lieder und Gedichte, gesprochen von Rotraut Stock, Brunhilde Schulz und Heide Schumann, drückten aus, wie unterschiedlich sich der Winter schon gezeigt hat, und sich vermutlich auch noch zeigen wird. "Die Lieder des Programms sind Lieder unserer Singegruppe. Von neun Liedern sind sechs mit Melodien von Margarete Bartels und ich habe zwei mit Texten direkt für die Singegruppe geschrieben und fünf plattdeutsch bearbeitet", verriet Heide Schumann in einem Vorgespräch. "Das ergibt eine ganz individuelle Note und wir singen sie gerne."

Nächster Plattdeutschtreff findet in Quitzöbel statt

Den Auftakt bei den Plattsnackern machte wieder das älteste Mitglied des Heimatvereins, Käthe Jankowski (Lörzer). Sie las einen Beitrag zum Jahreswechsel und amüsierte damit die Zuhörer. Das gelang auch der Havelbergerin Gerda Pydd, die es sich in ihrer Erzählung wünschte, so zu sein, wie eine Bilderbuch-Oma, die mit 85 Jahren noch alles konnte. In einer hochdeutschen kleinen Geschichte, die aber auf Platt erzählt wurde und von der ehemaligen Leiterin der Plattdeutschgruppe Erika Rittner stammt, ging es um die Wurst, genauer gesagt um die Bockwurst in Berlin. Nach dem Verlesen resümierte Heide Schumann: "Un´s Erika fühlt sich immer noch fest verbunden mit uns." Lustige Alltagsgeschichten servierten dann Nis Clason sowie Wolfgang Raake. Hildegard Lehmann war mit ihrem Beitrag, der von einer "Unterbüchs" handelte, schon im bevorstehenden Sommer angelangt. Viel Applaus gab es für die Plattsnacker und die plattdeutsche Singegruppe, die zum Abschluss mit dem Lied: "Dat möt doch Fröhling worden", den Frühling herbeiwünschte. Der nächste plattdeutsche Nachmittag findet am Sonnabend, 28. März, ab 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Quitzöbel statt.

   

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