Endspurt auf den Buga-Baustellen: Der Nußberg ist seit dieser Woche gesperrt. Dort werden die Fundamente für die temporäre Brücke gebaut. Die Rampe für den barrierefreien Übergang vom Prälatenweg zum Domplatz wird ab nächster Woche montiert. Auch die Bühne am Dom wird errichtet.

Havelberg l Radfahrer versuchen gestern, den Nußberg als kurzen Weg von der Oberstadt Richtung Altstadt zu nutzen. Doch am Kran kommen sie nicht vorbei. Seit Mittwoch ist die Straße für den Verkehr gesperrt. Es ist zu gefährlich - und auch gar kein Platz - sich am Kran vorbeizuschlängeln. Vor allem dann nicht, wenn er die schweren Lasten hebt. Und davon hat er einige zu bewältigen. Für die vier Fundamente am Nußberg, die für die Brücke erforderlich sind, werden vom Kran aus die Gruben gebohrt, erklärt Frank Schröder, Technischer Leiter im Buga-Zweckverband.

"Hier ist Fingerspitzengefühl erforderlich."

Er ist froh, dass mit HTI eine Havelberger Firma gewonnen wurde, die behutsam in dem Bereich das Bauvorhaben vollenden wird. Rammarbeiten wären aufgrund der Erschütterungen nicht möglich gewesen. "Hier ist Fingerspitzengefühl erforderlich." Die Zeit bis zur Eröffnung der Buga ist knapp. Die Brücke, die der Buga-Zweckverband temporär für die Zeit der Bundesgartenschau errichtet, wurde in den Niederlanden vorgefertigt. Sie ist auch schon angeliefert, lagert in Havelberg. Ursprünglich war das Zeitfenster etwas entspannter, doch mussten nach deutschen Vorschriften alle Berechnungen ein zweites Mal vorgenommen werden, das Genehmigungsverfahren dauerte länger als geplant. Nun ist alles geklärt, "aber das hat uns natürlich Bauzeit gekostet", sagt Frank Schröder.

Die Stahlträger werden per Kran in die holzverschalten Fundamentgruben gesetzt und einbetoniert. Die Brücke besteht aus drei Teilen, dafür sind vier Fundamente erforderlich. Die Brückeninstallation nimmt die kürzeste Bauzeit ein. Zwei Tage sind dafür vorgesehen. Das wird von Niederländern vorgenommen. Geplant ist das um den 10. April herum. Dann sind noch mal zwei Tage erforderlich, um die Wegeanschlüsse herzustellen. Zu bedenken ist dabei auch, so Frank Schröder, dass die Friedhofsgärtner am 10. April nach Havelberg kommen, um dann die Mustergräber auf dem alten Domfriedhof anzulegen. "Noch ist der Zeitplan, auch durch die Optimierung der Technologie, zwar nicht entspannt, aber realistisch."

"Noch ist der Zeitplan realistisch."

In der kommenden Woche beginnt der Bau der Rampe, die für den barrierefreien Übergang vom Prälatenweg auf den Domplatz erforderlich ist. Drei bis vier Wochen Bauzeit sind dafür anberaumt. Auch dort werden Fundamente gesetzt. Die 38 Meter lange Rampe ist eine Holzkonstruktion. Sie wird mit Holzbohlen belegt und erhält ein Geländer. Auf dem Domplatz selbst befindet sich bereits ein Fundament nahe dem Eingang zum Prignitz-Museum, ungefähr dort, wo sonst zum Domfest die Bühne steht. Dort wird der Souvenirshop entstehen. Die Bühne für die Veranstaltungen zur Buga wird zwischen Dom und Mauer zum Krankenhaus hin aufgebaut. Die schallhemmende Dachkonstruktion dafür wird ebenfalls ab der kommenden Woche errichtet.

Am Ostflügel des Domes, wo Café und Imbiss eingerichtet werden, wird ein Verkaufscontainer installiert. Im Dechaneigarten zeigen sich unterdessen schon die Spitzen der Frühjahrsblüher. In der Kleingartenanlage "Am Nußberg" werden noch Arbeiten erledigt (siehe Foto unten). In der Stadtkirche laufen die Vorbereitungen für die Blumenhallenschauen.