Sandau (ans) l Als einer von 20 Finalisten eines deutschlandweiten Wettbewerbes der Kia-Serviceberater hat der Sandauer Karsten Plötz an der Endrunde teilgenommen und das Flugticket zur "Weltmeisterschaft" im koreanischen Seoul gelöst. In dem Wettstreit der Serviceberater galt es, in einer einstündigen Theorieprüfung 60 Fragen zu verschiedenen Service-Themen zu beantworten und in einer Praxisprüfung eine realistisch inszenierte Direktannahme zu meistern. Kundengespräch, gemeinsame Probefahrt und Diagnose - wie im richtigen Leben mit Hilfe eines Mechatronikers - erstellen, gehörte dazu. Bewertet wurde die Fähigkeit, Fragen zu beantworten sowie Probleme zu entdecken und zu beheben. Der Kundenkontakt war ein wichtiges Kriterium.

Damit, dass er so weit vorn laden würde, hätte er nicht gerechnet, sagt Karsten Plötz. Denn in seinem Autohaus hat er viele Aufgaben, ist die Serviceberatung nur ein Teil von vielen. Ein bisschen stolz sei er deshalb schon auf dieses Ergebnis. "Das zeigt, dass auch wir im kleinen Sandau an solch einem Wettbewerb teilnehmen und gewinnen können. Dazu bedarf es also keiner großen Metropolen."

Der koreanische Autohersteller Kia veranstaltet seit 2011 im jährlichen Wechsel weltweit einen Wettbewerb für seine Fachkräfte, die als Serviceberater beziehungsweise als Mechatroniker in den Autohäusern tätig sind. In Deutschland beteiligten sich in diesem Jahr 220 Serviceberater. In zwei Vorrunden mussten sie umfangreiche Online-Tests bestehen. Die besten 20 qualifizierten sich für die Endrunde. "Es ging nicht nur um die Fahrzeuge, sondern auch um allgemeine Dinge", berichtet Karsten Plötz. Unter anderem musste an einem Video erkannt werden, was dort falsch gelaufen ist. In der Jury saßen auch externe Experten aus der Automobilbranche.

Karsten Plötz freut sich bereits auf die Reise nach Seoul. Im Juni will er bei der "Weltmeisterschaft" beweisen, was er kann. "Das wird bestimmt anstrengend. Aber auch spannend, man kann seinen Horizont erweitern und bekommt neue Einblicke."