Stendal (bb) l Im Polizeirevier Stendal fielen 2014 insgesamt 99 Todesursachenermittlungen an. Das heißt, dass in diesen Fällen strafbare Handlungen nicht ausgeschlossen werden konnten. Die teilte die Polizei auf Anfrage zur aktuellen Kriminalitätsstatistik mit. In 14 Fällen wurde über die Staatsanwaltschaft letztlich eine Obduktion in der Gerichtsmedizin veranlasst. Bei drei Fällen erhärtete sich der Verdacht einer fahrlässigen Tötung. "Das sind alles Fälle aus dem medizinischen Bereich", sagte Polizeisprecher Marco Neiss. Es wird Ärzten vorgeworfen, nicht richtig gehandelt zu haben. Zu den Todesursachenermittlungen gehörten elf Fälle von Suizid sowie 15 Fälle aus dem Krematorium. Vor einer Einäscherung wird eine zweite Leichenschau gemacht, wenn diese keine Klarheit bringt, wird die Polizei eingeschaltet.