Der Frühling ist da - und mit ihm beginnt wieder die Bautätigkeit an den Deichen. An der Elbe auf Höhe Klietz fand jetzt die erste Bauanlaufberatung statt.

Neuermark-Lübars l Am Gänseloch, einem stillen Weiher nahe am Klietzer Deich, ist es in Kürze mit der Ruhe vorbei: Baumaschinen einer Baufirma aus Tangerhütte werden anrollen, um den landseitigen Stützkörper des Deiches auf 1,7 Kilometern Länge stufenartig abzutragen.

Mit einem Sand-Kies-Gemisch wird der Schutzwall anschließend wieder verschlossen, die derzeit noch zu steile Böschung wird dann eine normgerechte Neigung von 1:3 besitzen. "Der Kronenweg wird anschließend geschottert", informierte Bauleiter Daniel Wolkenstein aus Neuruppin. Im November sollen die Arbeiten beendet sein, als Zufahrt für die Baufahrzeuge dient wieder der vom alten Klietzer Bahnhof kommende Plattenweg.

Beim Hochwasser im Sommer 2013 hatte es hier diverse Schadstellen gegeben, weshalb der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) der Sanierung hohe Priorität einräumte. Bereits im Vorjahr waren in dem Bereich Spundwände sechs Meter tief auf der Wasserseite ins Erdreich gerammt worden, damit der Wall aufgrund seines sandigen Untergrundes nicht mehr unterströmt werden kann.

Eine Million Euro Kosten

Etwa eine Million Euro werde dieser zweite Bauabschnitt kosten, erklärte Steffen Kugust, welcher die Sanierungsmaßnahme von Seiten des LHW begleitet. Weil gleich hinterm Deich ein Baumstreifen steht, wird hier ausnahmsweise keine Berme errichtet, zum Ausgleich wird die Krone etwas breiter. Außerdem wird das Gebiet ja auch wegen einer möglichen Deichrückverlegung untersucht.

Die neben der Krone aus dem Boden ragende Spundwand bekommt wegen des Unfallschutzes zudem noch Kopfbalken aufgesetzt.