Havelberg (ans) l "Das war heute einer meiner schönsten Vormittage der vergangenen Jahre", zeigte sich Hans-Jürgen Nisch am Dienstag überglücklich. Endlich ist die Fassade der Bauhofhalle am Stadteingang Havelbergs in der Genthiner Straße ein Blickfang geworden. Die Ansicht war dem Vorsitzenden des Heimatvereins schon lange ein Dorn im Auge. Er setzte sich für Bepflanzungen ein und auch für eine Bank. Schon vor fünf Jahren war er an den Bauhof herangetreten mit der Bitte, die Fassade zu streichen, und dem Versprechen, sie dann zu gestalten.

Hans-Jürgen Nisch dachte an Havelfische. Nicht nur, weil Fische zur Hansestadt gehören, sondern auch in Erinnerung an den Maler Kurt Henschel, der dieses Motiv vielfach verwendete. Anfang dieses Jahres wurde die Fassade gestrichen und Hans-Jürgen Nisch kam in Zugzwang. In unzähligen Stunden hat der einstige Hausarzt die Fische aus Betonschalbrettern hergestellt. 20 sind es insgesamt: Aal, Brasse, Rotfeder, Hecht, Zander, Forelle, Aland, Barsch, Spiegel- und Zeilenkarpfen sowie der ausgestorbene Maifisch zeugen auf einer Länge von 26 Metern an Mauer und Fassade von den Havelfischen. Wellen kamen hinzu. Angedacht ist noch ein Schriftzug "Die Havelberger Fische grüßen die Gäste". Möglich wären noch Möwen.

Gefreut hat sich Hans-Jürgen Nisch über die gute Zusammenarbeit mit Bodo Jager und Hagen Walther. Beide kennt er aus seiner Arztzeit als Kind beziehungsweise Jugendlicher.