Im Haveldorf Warnau ist eine weitere Frau-Harke-Wegemarke ihrer Bestimmung übergeben worden. Es ist bereits die 15., die der KulTour-Verein aus Kamern in der Elbe-Havel-Region aufgestellt hat. 30 Wegemarken sollen es insgesamt werden.

Warnau l In Warnau befindet sich die Wegemarke am alten Spritzenhaus, ein denkmalgeschütztes Gebäude, das zuvor zu zerfallen drohte. Der Kamernsche Verein hatte sich deshalb seiner angenommen. Allerdings sorgte die untere Denkmalbehörde für allerlei, auch unüberwindliche Hürden, wie der Vereinsvorsitzende Günter Klam bei der Einweihung betonte. "Sie hat uns so manchen Stein in den Weg gelegt." Aus diesem Grund habe die Fertigstellung auch so lange gedauert. Denn Fördermittel dafür sind bereits 2011 geflossen. Der Ärger mit dem Amt sei auch gegenwärtig noch nicht ausgestanden, berichtete Klam. "Schade, dass von der Denkmalbehörde aus Stendal keiner zur Einweihung gekommen ist", meinte er. "Die Damen hätten sich nicht darum fürchten müssen, vielleicht in die Arrestzelle im Spritzenhaus gesperrt zu werden." Diese soll, nach einer Untersuchung des Bodens, künftig ebenfalls öffentlich zugänglich gemacht werden.

Mitglieder der Warnauer Jugendfeuerwehr tauften das alte Spritzenhaus mit der neuen Frau-Harke-Wegemarke im Anschluss mit echtem Havelwasser aus der Kübelspritze. Auch Frau Harke, alias Ans Briesenick, die bei dem großen Ereignis natürlich nicht fehlen durfte, übernahm dann noch mit einem Krug voller Havelwasser diese ehrenvolle Aufgabe.

Die 16. Wegemarke am Frau-Harke-Sagenpfad ist auch schon fertig. Sie steht direkt an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt und Brandenburg in Kümmernitz. "Vielleicht noch im Mai, spätestens im Juni, wird sie mit einem Fest eingeweiht", so Günter Klam.