Havelberg l Auf ein Problem bei der Eintrittskartenregelung für die Bundesgartenschau 2015 Havelregion hatte die Leiterin der Havelberger Förderschule Petra Heidrich auf der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses hingewiesen. In der Schule für Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen lernen auch 18- bis 19-Jährige. Für sie kostet die Eintrittskarte jedoch 18 Euro, wohingegen bis zum Alter von 17 Jahren zwei Euro zu bezahlen sind.

"Gern würden wir öfter mit unseren Schülern die Buga besuchen, doch müssen wir nun auf die kostenlosen Bereiche ausweichen", sagte die Schulleiterin. Über ein anderes Problem berichtete sie in diesem Zusammenhang auch. Die Schule hatte für Juni eine gemeinsame Fahrt nach Stölln und Rathenow geplant. Doch war es nicht möglich, einen Bus zu finden, um alle Rollstuhlfahrer mitnehmen zu können. Die Tour wurde abgesagt, es soll nun individuelle Fahrten geben.

Besuche werden statistisch erfasst

Ausnahmen soll es für Schulklassen nicht geben, sagte der Geschäftsführer des Buga-Zweckverbandes Erhard Skupch auf Volksstimme-Nachfrage. Auch Gymnasiasten sind älter als 17 Jahre und würden vielleicht einen Ausflug zur Buga planen, wenn sie der Eintritt so wie anderen Schülern zwei Euro kosten würde. Doch auch in diesem Fall soll es, so wie bei den von etlichen Leuten nachgefragten Karten für Einzelstandorte, keine Nachbesserung geben.

Woraus sich die Besucherzahl ergibt, wollte die Volksstimme von Pressesprecherin Amanda Hasenfusz wissen. Werden Besucher oder Besuche gezählt? Es sind die Besuche. Bis Dienstag waren es, wie gestern berichtet, 170000.

Bei der Planung ist der Zweckverband von insgesamt 1,5 Millionen Besuchen ausgegangen. Das sind 1,2 Millionen verkaufte Buga-Eintrittskarten und 300000 Besuche durch Dauerkarten. Bei den Eintrittskarten, die bis zu fünfmal genutzt werden können, geht der erste Besuch in die Statistik ein, die weiteren möglichen vier Besuche werden auch alle statistisch erfasst, gehen aber nicht in die Besucherrechnung ein, erklärt Amanda Hasenfusz. "Die Besuche der Dauerkartenbesitzer gehen in die Statistik immer an den Nutzungstagen einmal ein. Hierbei ist unerheblich, wie oft die Karte an einem Tag genutzt wird und an welchem Ort dies geschieht."