Ganz im Zeichen der Kartoffel hat am Sonnabend das traditionelle Mühlenfest des Schollener Heimatvereins gestanden. Zumindest was die ausgestellte Technik aus dem Bestand des Vereinsmuseums anging.

Schollene l Kartoffelklapper, Kartoffelquetsche, Kartoffeldämpfer und noch so manch anderer Apparat aus längst vergangener Zeit wurden auf dem Mühlenberg noch einmal so richtig zum Leben erweckt. "Alles funktioniert heute noch genauso gut wie früher", versicherte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Erika Gorges. Die anfangs zahlenmäßig recht gut vertretenen Besucher konnten sich davon überzeugen - auch anhand einiger Kostproben. Und den Kindern bereitete es große Freude, selbst einmal die rund 80 Jahre alte Kartoffelklapper bedienen zu können. Denn bei der Kartoffelernte gibt es große Kartoffeln, mittelgroße und kleine. Um die Kartoffeln nach Größe zu sortieren, betätigte man früher beidhändig diese Maschine: Durch die Vor- und Rückwärtsbewegungen des Siebschlittens kullerten die Erdäpfel über die Roste mit den unterschiedlichen Siebgrößen, fielen je nach Durchmesser durch die Öffnungen bzw. wurden weiter transportiert und dann im Korb aufgefangen. Am Sonnabend in Schollene wurde das den Interessenten mehr als einmal demonstriert.

Doch dann kam leider der Regen und machte viel von dem Fleiß der Organisatoren zur Vorbereitung des Festes zunichte. Am überdachten Kuchenbasar und Grillstand allerdings störte das Nass nicht. Die Einnahmen aus diesem Verkauf benötigt der Verein für den Bau des Carports an der Mühle - eine Aufgabe, die er sich schon seit Jahren zum Ziel gesetzt hat. Doch bislang reichte das Geld nicht. Der Carport-Bau muss allerdings dringend erfolgen, damit die hier abgestellte alte Technik nicht ständig Wind und Wetter ausgesetzt ist.

Ein weiteres Problem, das den Heimatverein bewegt, ist der Wasseranschluss für die Museumsscheune. Nun schon seit 2013 ist er gekappt, seitdem aber noch nicht wieder angestellt worden.

   

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