Schönhausen/Klietz (sl). Bislang waren sich die Bürgermeister von Klietz und Schönhausen nicht einig, was die Trassenführung des Radweges zwischen Klietz und Hohengöhren betrifft. Während Jürgen Masch einen Weg über Neuermark-Lübars möchte, um so auch gleich einen ordentlichen Weg zwischen beiden Dörfern zu haben, plädierte Alfons Dobkowicz für einen Weg neben der B 107. "Zähneknirschend könnte man den Plänen über Neuermark-Lübars zustimmen", lenkte der Schönhauser Bürgermeister am Dienstag auf der Ratssitzung ein. Denn der Landesbetrieb Bau, für den als Geldgeber auch nur der Weg über Neuermark-Lübars in Frage kommt, hat den Finanzierungsplan noch einmal überarbeitet. Und statt der geplanten 16 000 Euro, die Schönhausen als Eigenanteil für die Verbreiterung des Radweges um einen halben Meter auf Wirtschaftswegbreite zahlen muss, sind es nun nur noch rund 10 000 Euro. "Und für so wenig Geld bekommen wir keinen anderthalb Kilometer langen Wirtschaftsweg." Allerdings bleiben die Schönhauser skeptisch, was die Pflege des Weges und den Winterdienst betrifft, "das bleibt alles an uns hängen". Außerdem erachten sie einen Weg neben der B 107 für effektiver.

Die Bauausschüsse beider Gemeinden sollen sich vor Ort treffen, um Einzelheiten zu klären.

Allerdings haben auch die über 30 Grundstücksbesitzer, die mit Wald und Acker an den neuen Weg grenzen, ein Wörtchen mitzureden. Denn sie werden laut Satzung an den Kosten beteiligt. Vom Eigenanteil der Gemeinde müssen die beitragspflichtigen Anlieger des Weges rund 60 Prozent tragen. "Deshalb werden sie auch in die Planungsphase einbezogen", erklärt Bauamtsleiterin Christine Maczutajtis.

Die Planung soll dieses Jahr erfolgen, der Bau dann gleich Anfang 2012, so der Landesbetrieb Bau.