Havelberg. So wie alle Ferien sind auch die Winterferien viel zu kurz. Bei dieser Feststellung sind sich die Kinder natürlich einig. In den verschiedensten Havelberger Einrichtungen wurde ihnen aber allerhand geboten. Sport, Spiel und Spaß standen zum Beispiel auch im städtischen Hort auf dem Ferienplan. Zum Wochenbeginn war ein Besuch im Jugendzentrum schon ein gelungener Ausflug. Einige Kinder kannten sich hier bestens aus, denn sie zählen zu den Stammgästen der Kinder- und Jugendeinrichtung in der Uferstraße. Hier absolvierten die Hortkinder einen Schnupperkurs im Glasfräsen. "Jede Menge Spaß in der Sporthalle", hieß es am Dienstag.

"Wir setzen uns morgens, vor dem gemeinsamen Frühstück, mit den Kindern im Morgenkreis zusammen und besprechen alles", so Horterzieherin Jeannette Liebsch. Etwa 20 Kinder sind täglich während der Ferien im Hort. "Gemeldet waren eigentlich mehr, aber es kommt dann immer etwas anders. Einige verreisen oder haben sich doch bei Oma und Opa eingefunden", so Erzieherin Silke Fromm. Am Mittwoch wurden die Grundschüler im Prignitz-Museum von Maria Zohm begrüßt. Die Museumsmitarbeiterin war etwas nervös, denn es war ihre erste Kindergruppe, die sie zu einem Projekt empfing. Zur "Verstärkung" hatte sie ihren neunjährigen Enkel Leo an der Seite.

Maria Zohm stellte den Schülern der 1. bis 4. Klasse, die von den Erzieherinnen Rita Lehmann und Sylvia Teege begleitet wurden, den Havelberger Dom vor. Zunächst wollte sie aber einiges wissen und fragte gleich nach dem Alter des Gotteshauses. Die Kinder hatten aber keine Vorstellung, und so ließen sie sich gerne die Geschichte erzählen. "Was meint ihr denn, wie die Baumeister des Doms die vielen Steine hierher bekommen haben?", fragte Maria Zohm, und half mit einem Blick auf die Havel etwas nach.

Im Innern des Doms erfuhren die Hortkinder weitere spannende Dinge zum Wahrzeichen der Stadt. Der Vormittag verging viel zu schnell, aber einige Schüler wollen mit ihren Eltern dem Dom noch einen weiteren Besuch abstatten.

Eine feucht-fröhliche Erinnerung werden die Kinder auch vom Besuch des Schwimmbades in der Bundeswehrkaserne behalten. Die anschließende Modenschau war ebenfalls ein Erfolgserlebnis. Auf einem erhöhten Laufsteg wurde das "Neueste aus dem Kleiderschrank" präsentiert. Die Winterwanderung zum heutigen Ferienende steht unter dem Motto "Auf der Suche nach dem Winterferiengeheimnis" und bildet den Abschluss einer ereignisreichen Woche.