Kuhlhausen. Dass es wichtig ist, im Ort eine funktionsfähige Feuerwehr vorzuhalten, hatten die Kuhlhausener am 11. März des Vorjahres erfahren: Da mussten sie zum Brand eines als Lager genutzten Stallgebäudes mitten in der Ortschaft ausrücken. Immerhin elf Aktive aus dem Ort waren ausgerückt, erinnerte Ortswehrleiter Michael Ebendorff-Heidepriem auf der Jahreshauptversammlung, die am Freitagabend im Saal der Gaststätte Ramm stattfand.

Neben diesem Brandeinsatz gab es noch einige Hilfeleistungen: Am 30. Juli war eine Ölspur zu beseitigen, am 8. September war der schlimme Verkehrsunfall kurz vor Jederitz mit einem Todesopfer, am 20. September erstreckte sich in der Havelberger Straße wieder eine Ölspur. Zwar gab es eine weitere Ölspur zur Pferdemarktzeit, doch war da irrtümlich die Nachbarwehr alarmiert worden. Als weiteren Einsatz zählte der Wehrleiter die Übung im Oktober in Garz auf, wo eine lange Wegestrecke verlegt wurde.

In die monatliche Ausbildung war auch ein Lehrgang zur Ersten Hilfe integriert. Andy Lange bildete sich auf Lehrgängen zum Maschinisten und Sprechfunker weiter, Michael Ebendorff-Heidepriem zum Gruppenführer und Wehrleiter. Zudem wurden im Frühjahr und Herbst die Brunnen abgepumpt, teils mit Hilfe der Jugendwehr. Auch beim örtlichen Leben war die Wehr mit dabei, so sicherte sie das Mai- und Oktoberfeuer und die Umzüge dazu ab, ebenso im Januar das Verbrennen der Weihnachtsbäume.

Mit Männer- und Jugendteam nahmen die Kuhlhausener beim Löschangriffausscheid in Warnau teil. Nicht ganz so gut klappte die Winterfestmachung, hier gab es Kritik.

Das gesellige Leben kam ebenfalls nicht zu kurz: Im April ging es unter reger Beteiligung zum Kegeln nach Havelberg, im Oktober war man zu Gast bei der 90-Jahr-Feier der brandenburgischen Nachbarwehr in Strodehne.

Jugendwart Andy Lange informierte über die Nachwuchsarbeit: Immerhin zehn Kinder und Jugendliche sind zurzeit in seiner Truppe, zwei kamen 2010 hinzu. In der kalten Jahreszeit stand die Theorie auf dem Plan, auch wurde Tischtennis und Dart gespielt. Im April begann das Training für den Bürgermeister-Pokal-Wettkampf – mit Knoten und Gerätekunde sowie Schlauchausrollen. Beim Wettbewerb in Warnau belegte die Gruppe den 2. Platz.

Höhepunkt des Jahres war ein Ruderausflug auf der Havel zusammen mit Havelberg. Zum Dorffest zeigte der Nachwuchs einen Löschangriff, nach der Sommerpause gab es eine Übung mit der Entnahme von Wasser aus einem Gewässer. Im November wurde gebastelt, die Kränze und Gestecke wurden beim Weihnachtsbasar gegen eine Spende abgegeben. Damit konnte die Weihnachtsfeier finanziert werden.

Ein Dankeschön des Jugendwartes ging an seine Helfer Michael Teßmar und Malene Ebendorff-Heidepriem. Für dieses Jahr ist im März schon mal ein Ausflug nach Wittenberge ins Schwimmbad geplant.

Abschnittsleiter Ulrich Ziegler aus Havelberg lobte, dass die Wehr stabiler geworden sei. Feuerwehren auch in den kleineren Orten seien nötig, um im Notfall den Erstangriff vornehmen zu können – wie beim Stallbrand im Vorjahr geschehen. Bis die anderen Wehren eintreffen, vergehen viele wertvolle Minuten. Kritisch sei in Kuhlhausen die Einsatzbereitschaft in der Arbeitszeit, doch haben damit auch viele andere Wehren zu kämpfen.

Dass die Wehren neben den Brandschutz auch für das kulturelle Leben in den Orten wichtig seien, unterstrich Ordnungsamtsleiter Klaus Heidrich. Nötig sei, dass die Ortswehren sich auch an der Technik der Havelberger Wehr weiterbilden, um besser zusammenarbeiten zu können.

Ortsbürgermeister Torsten Winkelmann lobte die gute Einsatzbereitschaft beim Brand im Vorjahr, die Bürger können in Kuhlhausen also ruhig schlafen. Toll findet er zudem, dass das Gerätehaus immer von Eis und Schnee beräumt wurde.