Jederitz (as). Die Bäume an der Ortsdurchfahrt in Jederitz sind in den vergangenen Tagen gefällt worden. Zurzeit sieht es sehr kahl aus in dem Haveldorf, wie der Kuhlhausener Andreas Lewerken festgestellt hat. "Charakteristisch für ein Dorf ist neben dem Ortskern auch der Baumbestand. Die Bäume sind Schattenspender für die Anwohner. Jetzt sieht Jederitz aus wie ein Vorort einer Industriemetropole", sagte er gestern am Volksstimme-Telefon. Er fragt, ob neue und möglichst große Bäume als Ersatzmaßnahme gepflanzt werden und sprach zugleich seine Befürchtung aus, dass solch ein Kahlschlag auch für Kuhlhausen vorgesehen ist.

Gerade mit Blick auf die Bundesgartenschau 2015 und die Tourismusentwicklung sollte auf den Baumbestand geachtet werden. "Die Landschaft ist das, was wir hier haben und womit wir wuchern können. Sie zieht die Touristen an", so der Geschäftsmann. Der Alleecharakter in den Dörfern sollte erhalten werden.

40 Bäume wachsen auf neuer Streuobstwiese

Die Linden waren krank und kaputt, sagte Bauamtsmitarbeiterin Ines Birkholz gestern auf Volksstimme-Nachfrage. Einige ragten in den Straßenbereich hinein. Die Ortsdurchfahrt Jederitz soll in diesem Jahr gebaut werden. Dann werden neue Bäume gepflanzt. Über die Baumart entscheidet der Ortschaftsrat, so Ines Birkholz. Auf jeden Fall soll wieder eine neue Allee entstehen.

Zwei oder drei Bäume hätten vielleicht stehen bleiben können, sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Heidrich auf Nachfrage. Doch sei die Entscheidung für das Fällen aller Bäume getroffen worden, um im Zuge des Straßenbaus ein einheitliches Bild zu haben.

Neue Bäume sind in Jederitz übrigens im Februar bereits gepflanzt worden. Auf dem freien Platz nahe dem Ortseingang von Havelberg aus wurde eine Streuobstwiese angelegt, so Ines Birkholz. Hier wurden rund 40 Obstbäume - Süßkirsche, Pflaume, Birne und Apfel - in die Erde gebracht.

Der Baubeginn für die Ortsdurchfahrt in Jederitz soll Mitte April sein. Zuständig dafür ist der Landesbetrieb Bau, die Stadt übernimmt die Nebenanlagen.

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