Der Frühling hat beim plattdeutschen Nachmittag des Heimatvereins Havelberg am Sonnabend in Sandau im Mittelpunkt gestanden. Neben den erwachsenen Plattdeutschfreunden steuerten auch Schüler aus Arbeitsgemeinschaften der Schulen in Sandau und Havelberg Geschichten bei. Für musikalische Unterhaltung sorgte die plattdeutsche Singegruppe des Vereins.

Sandau. "Der Winter ist vorüber" klang es am Sonnabendnachmittag auf Plattdeutsch durch den Saal des Sandauer Schützenhauses. Die Singegruppe des Heimatvereins eröffnete das Programm. Bei Kaffee und Kuchen unterhielten Mitgliedes des Havelberger Heimatvereins ihre Gäste mit lustigen und besinnlichen Texten sowie Melodien, die vom Frühling künden. Heide Schumann berichtete vom meteorologischen Frühling, der am 1. März begonnen hat. "Wir wollen den Frühling in unsere Veranstaltung zaubern", nannte dann auch die Vorsitzende der Plattdeutschgruppe Erika Rittner das Ziel für diesen Nachmittag. Außer ihr hatten Horst Krull aus Kamern, Annemarie Ostermeier aus Kyritz, Anneliese Zabel aus Toppel und die Havelberger Hildegard Lehmann, Wolfgang Raake und Karin Brandt Geschichten und Gedichte herausgesucht, mit denen sie ihre Gäste auf die schöne Jahreszeit einstimmten.

Zunächst hatte aber der Nachwuchs das Sagen. Aus der Sekundarschule in Havelberg waren Marek Schmidt, Vanessa und Lucas Graff, Marvin Techel und Sophie Kirst mit ihrer Lehrerin Elke Joachim angereist, um mit kleinen plattdeutschen "Geschichten am Rande" ihr Publikum zu unterhalten. Einstudiert haben sie diese in ihrer Arbeitsgemeinschaft. Aus der Grundschule war Pauline Rauls mit dabei, die ihren großen Bruder Alexander vertrat. Sie berichtete über die Webschürze, die für alles Mögliche zu gebrauchen ist. Auch Elke Joachim hatte eine Geschichte mitgebracht, in der sie erzählte, weshalb eine Geburtstagsfeier nicht ausgefallen ist, obwohl das Gebiss des Jubilars kurz vorher zerbrochen war.

Bärbel Harmel leitet die Plattdeutsch-AG an der Sandauer Grundschule. Ronja Walther und Leo Zohm spielten zunächst auf der Flöte das Lied vom Kuckuck. Anschließend sangen sie gemeinsam mit Betty Kalbe und Marie Ruß nach der Melodie von "Hänschen klein" das Lied vom lütten Jan. Mit dem Gedicht von Fritz Hagen "De Gös hämm\'d got" verabschiedeten sie sich.

Im Programm ging es weiter mit Beiträgen der Erwachsenen. Schon zum Vormerken: Der nächste plattdeutsche Nachmittag findet am Sonnabend, 9. April, im Havelberger Mühlenholz statt. Beginn ist um 14.30 Uhr.

   

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