Mit einem Benefiz-Liederabend zeigte sich am Freitag Dr. Hannes König, Lehrer am Havelberger Gymnasium und Leiter des Schülerinstitutes (SITI), einmal von einer ganz anderen Seite. Zugunsten der Erdbebenopfer in Japan bereitete er mit Gesang und Klängen auf seiner Gitarre den über 20 Zuhörern viel Freude. Der Liederabend erbrachte einen Erlös von 305 Euro.

Havelberg. "Ich habe heute meine beste Freundin mitgebracht, die ich bereits seit 35 Jahren kenne", begrüßte Dr. Hannes König mit der Gitarre in der Hand die knapp 20 Zuhörer, die seiner Einladung zum Benefiz-Liederabend in die Bibliothek des Gymnasiums gefolgt waren. Auch er wolle einen Beitrag für die von Erdbeben und Tsunami getroffenen Menschen in Japan leisten und somit sein ehemaliges SITI-Mitglied Sebastian Maslow, der sich mit einem Spendenaufruf an die Havelberger gewandt hat, unterstützen.

Normalerweise trete er als leidenschaftlicher Hobbymusiker nicht vor Publikum auf, doch es sei ihm ein Bedürfnis, mit einigen Liedern auf der Gitarre die Spendenaktion zu unterstützen, so Hannes König. Den über einstündigen Liederabend begann er mit einem seiner Lieblingssänger, Reinhard Mey. Im Rahmen dieser ersten Kategorie (Liedermacher), unter insgesamt sechs Themenbereichen, trug er die beiden Songs "Über den Wolken" und "Ikarus" vor und erhielt viel Applaus für diese Darbietungen. Weiter ging es mit einem anderen Lieblingssänger von ihm, Gerhard Schöne, der unter anderem durch seine Kinderlieder bekannt ist. Am Freitagabend gab Hannes König von ihm das Kinderlied "Der Märchenprinz" zum Besten. Die Besucher hörten dann noch aus der damaligen DDR-Singebewegung den Song "Schlaflied" von Eberhard Hasche, zu dem König in seiner Jugendzeit eine besondere Zuneigung hatte. Die Kinderliedserie beendete er mit dem eigenen Titel "Mein Schlaflied" und dem bekannten Lied von Reinhard Mey "Keine ruhige Minute".

Bevor die Kinder kommen, gibt es Liebe, so der Sänger, und kündigte mit dem "Abendlied" von Udo Magister den Abschnitt der Liebeslieder an. Dass er auch der plattdeutschen Sprache mächtig ist, zeigte er mit dem traditionellen Lied "Dat du min leevsten büst". Bevor der bekannte Song "Jugendliebe" von Ute Freudenberg erklang, sang Dr. König das alte Schulgartenlied von Wolfgang Protze, worin es um die erste Liebe geht.

Mit der Ballade "Und ich sehn\' mich nach dir" von der Gruppe Metropol, die von der unerfüllten Liebe handelt, wurde das Kapitel Liebe geschlossen und mit dem "Wunschkind" von Ute Freudenberg die Tür zu den Themenliedern aufgestoßen. Auch das Lied von Reinhard Mey "Das Leben ist großartig" stand auf der Repertoireliste. Nach fast einer Stunde war Schmunzeln beim Sänger und den Zuhörern mit "Ich wünsch, ich wär mein Hund", "Der Schein trügt nicht" und "Der Straßenbahn-Blues" angesagt. Das Programm endete mit Generationsliedern, unter anderem dem bekannten Song der Puhdys "Lied für Generationen" oder "Wir sitzen auf Hochhäusern" von Helmut Preißler und Bruno Dillge. Zum Abschied gab es dann Reinhard Meys "Gute Nacht, Freunde".

Nach dem Liederabend erklärte Dr. König, dass er die ganze Aktion besonders wegen der persönlichen Beziehung zu Sebastian Maslow initiiert hätte. Weil durch dessen Initiative, ein Spendenkonto einzurichten, die Spenden auch sicher da ankommen, wo er es für richtig hält. Er wünscht Sebastian viel Erfolg.

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