20 Senioren waren am Sonntag nach Schönhausen gekommen, um das Fest der diamantenen Konfirmation zu feiern.

Schönhausen. Pfarrer Ralf Euker erinnerte in seiner Predigt, dass diese Senioren den Zweiten Weltkrieg und entsetzliche Not danach erleben mussten. Wie wertvoll war damals ein Brot! "Kein Brot ist hart - aber: kein Brot zu haben, das ist hart." Den Segen Gottes spendete der Pfarrer auch denen, die ein lockeres Verhältnis zu Gott haben, das sich im Alter aber wieder wenden kann.

Bekanntlich sind kirchliche Jubiläen Gelegenheit, um Klassentreffen zu erleben. Klaus Witte und Elsa Müller waren die Organisatoren der zweitägigen Zusammenkunft. Zu dem Beisammensein gehörte eine Busfahrt, um an bekannten und neuen Bauten vorbeizufahren und Schönhausen, Hohengöhren und die Dämme kennenzulernen. Sehr angetan waren alle Teilnehmer vom Besuch in den Elbe-Havel-Werkstätten. Eveline Lemme führte auch durch die neue Wäscherei.

Nostalgie kam beim Betrachten des Gutshauses II auf. Elsa Müllers Vater, Erich Neubauer, hatte als Gemeinderat und Zimmermann entscheidenden Anteil am Umbau des Gutshauses 1949 zur Schule. Klaus Witte hatte als "Tauschobjekt" Lebensmittel gegen Baumaterial zu organisieren. Die Senioren erinnerten sich, als erste Klasse 1949 in die neue Schule umgezogen zu sein. Das große "Aus" als Schulgebäude bekamen nur die Schönhauser mit. Nun wurde der Umbau zum Gemeinschaftshaus sehr begrüßt, steht das historische Gebäude dann doch nicht mehr leer.

Geselligkeit fehlte beim Klassentreffen nicht. Bedauerlich war, dass einige Klassenkameraden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen konnten. Die Organisatoren ernteten viel Lob für die vorbildliche Gestaltung des Wochenendes mit der diamantenen Konfirmation. Einhelliger Wunsch war ein kürzerer Abstand zum nächsten Treffen.

Pfingstsonntag ist für sechs Jugendliche und eine Erwachsene Konfirmation in Schönhausen.