Auf dem Festgelände im Havelberger Mühlenholz regierte am Wochenende wieder einmal der Wilde Westen. Zum vierten Mal hieß es: Country Weekend Jamboree.

Havelberg. "Ich bin sehr zufrieden. Was bedeutet, dass es selbstverständlich auch 2012 wieder ein Countryfest in Havelberg geben wird", zieht Veranstalter Henry Schwentke ein kurzes Resümee über die vierte Auflage des Country Weekend Jamboree. Vor allem am Freitag- und am Sonnabendabend, zu den Auftritten der Bands "The Cactus Jacks" und "Amarillo", war es rappelvoll im Festzelt. "Diese Bands, aber auch ,Little Rainbow\' am Sonnabendnachmittag und ,Zeitlos Music\', die im Biergarten vor dem Zelt aufspielte, sind bei den zahlreichen Besuchern aus ganz Deutschland sehr gut angekommen", schätzt Schwentke ein. Vor allem Stammgäste konnte er wieder in Havelberg begrüßen, aber auch Fans der Szene, die bisher noch nicht in der Domstadt waren. Die weiteste Anreise hatten übrigens Linedancer aus Sachsen.

Zu den Stammgästen zählt sich mittlerweile auch Uta Riedel aus Kabelsketal im Saalekreis. "Ich bin zum dritten Mal beim Countrywochenende in Havelberg dabei", berichtet sie. Und auch, dass sie die Liebe zum Linedance erst sehr spät, nämlich vor zwei Jahren, entdeckt hat. "Meine Tochter steckte mich damals an, seitdem kann ich\'s nicht mehr lassen", erzählt Uta Riedel. Die Domstadt kennt sie übrigens noch von einem anderen Fest her: "Auf dem Pferdemarkt bin ich mit meiner Familie auch fast in jedem Jahr zu Gast." Ihren diesjährigen Aufenthalt beim Country Weekend Jamboree nutzte sie, um sich auf dem kleinem Markt neben dem großen Festzelt komplett neu einzukleiden. Als Linedancerin selbstverständlich. "Eigentlich wollte ich nicht so viel Geld ausgeben, aber dann siegte angesichts der schönen Sachen doch die Kauflust", gibt sie zu.

Ebenfalls bereits so manche Countryfeste und auch Pferdemärkte an der Havel erlebt hat Rose Schoennagel aus Hamburg. Die Händlerin zieht das ganze Jahr lang mit ihrem mobilen Geschäft von einem Fest zum anderen. "Ob Sie es glauben, oder nicht: Trotzdem kenne ich von Havelberg nur die große Wiese hier", sagt sie schmunzelnd. Zeit, sich einmal die Stadt und ihre idyllische Umgebung anzuschauen, hätte sie bei allen ihren Aufenthalten noch nicht gefunden. Denn das Geschäft ginge vor und könne auch nicht alleine gelassen werden. Am Sonnabend kämpfte sie "den ganzen Tag mit dem Wind. Für ein Freiluftgeschäft ist der das reinste Gift", ärgerte sie sich über jeden Windstoß, der ihre Waren von den Tischen zu blasen drohte.

Wer vom Linedance übrigens noch nicht genug bekommen haben sollte, kann jeden Dienstag um 19.30 Uhr beim Workshop im Gasthaus Mühlenholz vorbeischauen.

   

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