Havelberg (as). Am Wochenende haben sich die Ortsbürgermeister aus den Partnerstädten Havelberg und Verden in der Allerstadt getroffen. Beim Empfang im Rathaus am Sonnabendmittag brachte der Verdener Bürgermeister Lutz Brockmann seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die von den Ortsbürgermeistern Rolf Urbanski (Verden) und Udo Mintus (Havelberg) ergriffene Initiative so erfolgreich verläuft und die Partnerschaft der Städte mit weiterem Leben erfüllt wird, berichtete Hauptamtsleiter Hannes Warnstedt. Er war gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern von Nitzow, Vehlgast-Kümmernitz, Warnau und Kuhlhausen sowie ihren Partnerinnen zu diesem dritten Treffen gefahren. Die Ortsbürgermeisterinnen von Jederitz und Garz konnten nicht teilnehmen.

Der Verdener Bürgermeister führte die Teilnehmer zum jüdischen Mahnmal und in die Johanniskirche. Im Anschluss ging es mit Stadtführerin Merve Maria Leeske auf "Kellertour" durch die Partnerstadt. Dabei wurde auf viele andere Sehenswürdigkeiten hingewiesen. Abends trafen sich alle bei Urbanskis im Wintergarten und ließen sich das Grillgut und viele leckere Salate schmecken. Letztere hatten die Ortsbürgermeisterinnen und Frauen der Ortsbürgermeister zubereitet. Abgerundet wurde das Treffen am Sonntag bei einem Frühschoppen im Verdener Motorbootverein. Der Waller Ortsbürgermeister Friedel Plenge hatte seinen Shantychor "Wellen, Wind und Wogen" mitgebracht, der im letzten Jahr am 2. und 3. Oktober in Havelberg aufgetreten war, so Hannes Warnstedt. Beeindruckt von der musikalischen Unterhaltung und der schönen Anlage des Vereins, traten die Havelberger nach einem Imbiss die Heimreise an - mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder zu einem Treffen nach Havelberg einzuladen.

Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den Amtskollegen stand die Gestaltung des dörflichen Lebens in den Orten, sagte Udo Mintus. Ausgetauscht wurde sich zum Beispiel darüber, dass die Verdener Ortschaften nicht wie die Havelberger Kulturgelder bekommen. Dafür bleiben Einnahmen aus Immobilienverkäufen dort in den Ortschaften. "Mittlerweile hat sich vieles in Ost und West angeglichen", berichtete der Vehlgast-Kümmernitzer Ortsbürgermeister. Unterschiedlich sind die Einwohnerzahlen der Ortschaften, im Verdener Bereich liegen sie bei 1500 und darüber. Einig waren sich alle, dass das dörfliche Leben von der Vereinstätigkeit abhängig ist und Vorhaben darüber umgesetzt werden können. Wichtig seien außerdem Leute, die ein Gespür dafür haben, wo es Fördermittel gibt, so Udo Mintus.