Das Jahr 2013 ging für die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Beetzendorf und deren Gäste mit einem kleinen Paukenschlag zu Ende, brachten sie doch den Breitensporttag "zwischen den Jahren" routiniert und unfallfrei über die Bühne.

Beetzendorf l Seit Karsten Daebler vom Vereinsvorstand im Jahr 2007 die Idee zu der Ein-Tages-Veranstaltung in seiner Reithalle hatte, erfreut es sich von Jahr zu Jahr großer Beliebtheit - dieses Mal besonders beim Publikum. Auf den Bänken an der Bande und in den vorderen Reihen im Reitercasino waren kaum noch Plätze frei, so viele Interessenten waren gekommen, um mit den Akteuren zu fiebern und ihnen die Daumen zu drücken.

Auf der Tagesordnung standen fünf Springen verschiedener Anforderungen. Wobei der Teilnehmer-Zuspruch besonders auf E- und A-Niveau recht groß war, wie Irmtraud Arnold erklärte. Von Anfang an, leitet sie die Meldestelle und verrichtete dort auch diesmal gewissenhaft und mit Freude ihren Job.

Gerade in den niedrigen Klassen konnten Reiterinnen und Reiter, die sonst gar nicht bis kaum bei Turnieren starten, einen Springparcours absolvieren oder versierte Reiter junge Pferde mit der Turnieratmosphäre vertraut machen. Andere hatten, wie etwa Hans-Jürgen Fieker aus Klötze ihre Springreiterkarriere eigentlich schon beendet, stellten sich aber aus Spaß am Pferdesport der Herausforderung. Was Fieker betrifft sogar außerordentlich gut. Mit seinen fast 57 Jahren (Anfang diesen Monats wird Geburtstag gefeiert) gehörte er zu den ältesten Teilnehmern und machte dem Jungvolk noch was vor. Er lenkte seinen achtjährigen Schimmel Coolman so routiniert über die Stangen, dass er den Pokalwettkampf gewann und im Knock-Out-Springen mit einem Abwurf im zweiten Stechen Zweiter wurde - gut 50 Jahre, nachdem Fieker als Sechsjähriger mit dem Voltigieren angefangen hatte und seitdem von den Pferden nicht mehr wegzukriegen war.

Strahlender Gewinner des K.o.-Springens wurde Marcus Arnold. Für den aktiven Turnierreiter vom TuS Kakerbeck war der Breitensporttag willkommene Gelegenheit, seine Pferde in Bewegung zu halten. Mit Quinett hatte er zunächst den Umlauf und dann auch die beiden Stechen strafpunktfrei gemeistert und bekam als kleinen Ehrenpreis so wie alle Platzierten 20 Euro "Taschengeld".

Zum großen Überraschungssieger wurde Lokalmatador Jürgen Lenz. Der fegte auf seiner Stute Nora in 45,72 Sekunden über die rustikalen Natur- und regulären Parcourshindernisse, blieb am Ende ohne Fehler und holte sich den Sieg im erstmals ausgetragenen Hallenderby. Auch die zweit- beziehungsweise drittplatzierten Jacqueline Lenz und Anja Ahrendt waren tadellos durch den Parcours gekommen, brauchten allerdings 48,47 und 49,31 Sekunden.

"Insgesamt war es ein gelungener Tag für die Pferdesportler", schätzte Karsten Daebler ein. Wobei er gesteht, dass er sich noch eine bessere Beteiligung aktiver Reiter aus der Region gewünscht hätte. "Weil es in unserer Gegend so gut wie keine Hallenturniere gibt, machen wohl viele Winterpause", vermutete er.

   

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