Ruth Krone und Mario Kutschan heißen die Sieger des 22. Neujahrsschießens, zu dem am Sonnabend der Klötzer Schützenverein eingeladen hat. Insgesamt gab es 86 Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt sowie Niedersachsen.

Klötze l Der Klötzer Schützenverein hat am Sonnabend mit dem 22. Neujahrsschießen einen perfekten Start in das 200. Jahr seines Bestehens gefeiert. Insgesamt nahmen an der traditionsreichen Veranstaltung 75 Männer und 11 Frauen teil. Alles in allem wurden 191 Scheiben beschossen.

Bei den Männern gewann Mario Kutschan aus Nettgau, bei den Frauen setzte sich Seriensiegerin Ruth Krone von der Magdeburger Schützengilde in souveräner Manier durch. "Das ist jetzt mein elfter Erfolg nacheinander", freute sie sich am späten Nachmittag bei der Siegerehrung über ihren erneuten Triumph. Dafür widmeten ihr die Anwesen ein dreifaches "Gut Schuss" - Ehre, wem Ehre gebührt. "Das ist eine Lokalrunde wert", hieß es. "Sie lässt es sich einfach nicht nehmen. Ihr kann wohl keine das Wasser reichen", würdigte Hans-Jürgen Herms, Vorsitzender des Klötzer Schützenvereins, die konstanten Leistungen von Ruth Krone.

Mit dem Ablauf des Neujahrsschießens zeigte sich Hans-Jürgen Herms sehr zufrieden, zumal es "keine negativen Vorkommnisse" gegeben habe.

Schön fand er auch, dass es in der Männerwertung "bis zur letzten Minute interessant" geblieben sei. Hinter Mario Kutschan und Peter Wende vom befreundeten Schützenkorps aus dem Wolfsburger Stadtteil Fallersleben rangierten sich nämlich gleich fünf Schützen mit der gleichen Ringzahl ein, sodass letztlich der bessere Teiler über die Platzierungen entscheiden musste.

Erneut versuchte auch die lokale politische Prominenz ihr Glück. Jürgen Barth, Stadtrat und Landtagsabgeordneter aus Lockstedt, nahm das großkalibrige Gewehr ebenso zur Hand wie Klötzes Bürgermeister Matthias Mann aus Kusey, Klötzes Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt und Landrat Michael Ziche aus Immekath, der hoffte, beim Neujahrsempfang des Altmarkkreises Salzwedel am Vortag in Zichtau das richtige Zielwasser getrunken zu haben. Anscheinend nicht. Denn für einen vorderen Rang reichte es für ihn nicht.

Besser lief es hingegen für Ives Albert, Prinzessin des Klötzer Karnevalsvereins, die mit ihrem Prinzen Uwe Harms ebenfalls auf das in 50 Metern Entfernung befindliche Ziel anlegte und schließlich den zehnten Platz erreichte.

Seinen Dank sprach Hans-Jürgen Herms zum guten Schluss auch den mehr als 45 Sponsoren aus Klötze, Kunrau und Kusey aus, die mehr als 70 Sachpreise (beispielsweise Bücher, Zollstöcke, Spiele, Uhrenradios, Handscheinwerfer, Starthilfekabel, Kissen, Auto-pflege-Sets, Fitness-Gutscheine und anderes) in einem Gesamtwert von rund 1500 Euro zur Verfügung gestellt hatten.

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