Apenburg l Die Apenburger Sporthalle wird sowohl für den Schulsport als auch für den Wettkampfbetrieb, etwa der Tischtennisspieler genutzt. Doch vorzeigbar ist das Gebäude, dessen Träger die Verbandsgemeinde ist, schon lange nicht mehr. Die Heizung und Wasserversorgung sind marode, von den sanitären Anlagen ganz zu schweigen. "Wenn uns auswärtige Sportler fragen, ob man hier duschen kann, muss man sagen: Ja, wenn ihr Wasser mitbringt", meinte der Apenburger Günter Schröder während der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ratssitzung sarkastisch. Die Sporthalle atme den Charme der 70er Jahre und sei auch energetisch ein Sanierungsfall. "Der Rat sollte gegenüber der Verbandsgemeinde darauf drängen, dass etwas passiert", forderte Schröder.

In der Verbandsgemeinde ist das Problem bekannt. "Ich weiß, dass auch Malerarbeiten in der Turnhalle nötig sind. Die Angelegenheit wird diskutiert", bestätigte VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann auf Nachfrage der Volksstimme. Wann Abhilfe geschaffen wird, konnte sie allerdings nicht sagen. "Es wird eine Prioritätenliste aller Maßnahmen in der VG aufgestellt und diese wird dann nach und nach abgearbeitet", erklärte Lüdemann.

Auch Apenburgs Interessenvertreter Mark Wöllmann mahnte zur Geduld. "Ich freue mich erst einmal, dass die Grundschule in diesem Jahr ein neues Dach erhält und energetisch saniert wird. Das sichert den Schulstandort Apenburg weiter", betonte er im Gemeinderat. Dass nicht auch gleich die nebenan gelegene Sporthalle mit ganz oben auf der Agenda steht, sei zu verstehen. Es gebe unzählige Gebäude in Trägerschaft der VG, die dringend sanierungsbedürftig sind. "Das ist mit einem Mal gar nicht alles zu schaffen", meinte Mark Wöllmann, der auch Mitglied des Beetzendorf-Diesdorfer Verbandsgemeinderates ist.