Salzwedel (me) l Der Kreis rechnet mit Mehrkosten für die Kinderbetreuung. Hintergrund ist die Änderung des Kinderförderungsgesetzes im vergangenen Jahr. Danach haben auch Kinder, deren Eltern arbeitslos sind, wieder einen Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung. Zwar nutzten nicht alle Eltern dieses Angebot im vergangenen halben Jahr. Seit diese Regelung gilt, habe sich aber herausgestellt, dass mit etwa 10000 Euro monatlich an zusätzlichen Kosten aus diesem Bereich zu rechnen sei, informierte Schul- und Jugendamtsleiterin Jutta Peißig.

Für Kinder, deren Eltern Arbeitslosengeld II empfangen, zahlt der Kreis die Kita-Gebühren. Doch die längeren Betreuungszeiten seien nur ein Posten, der zusätzliche Kosten verursacht. Der Kreis hat auch zwei neue Stellen in der Fachaufsicht geschaffen, nachdem er nach der Änderung des Gesetzes mehr Verantwortung für die Kinderbetreuung in Tagesstätten übernommen hat.

Die Aufgaben reichen von der Umsetzung des Bildungsauftrages bis hin zu Personal-entscheidungen, erklärt die Amtsleiterin. Dazu gehöre auch die Qualitätssicherung in den Einrichtungen und die Weiterbildung der Erzieherinnen. Das sei mit erheblichem Mehraufwand verbunden, der über die neu geschaffenen Stellen abgesichert werden soll.