Maik Gille heißt der neue Beetzendorfer Ortswehrleiter. Während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend wurde der 37-Jährige von den Kameraden einstimmig zum Nachfolger von Lars Dorendorf gewählt.

Beetzendorf l Zum letzten Mal trat Lars Dorendorf am Freitagabend als Wehrleiter vor seine Kameraden, um den Jahresbericht zu halten. Der Beetzendorfer, der in der Leitstelle Altmark arbeitet und nach deren Verlegung von Klötze nach Stendal täglich pendeln muss, hatte sein Amt zur Verfügung gestellt. "Aber der Beetzendorfer Feuerwehr werde ich trotzdem zu 110 Prozent erhalten bleiben und andere Aufgaben übernehmen", versprach er.

Zum Nachfolger wählten die Kameraden einstimmig Dorendorfs bisherigen Stellvertreter Maik Gille. Als neuer Vizewehrleiter bekam Benjamin Hennicke das Vertrauen der Mitglieder. Beide standen als einzige Kandidaten zur Wahl.

Mit 29 Einsätzen war die Beetzendorfer Feuerwehr im vergangenen Jahr so viel beschäftigt wie kaum eine andere der 42 Wehren der Verbandsgemeinde (siehe Infokasten). "Vor allem die Alarmierungen zu Ölspuren und ausgelaufenen Flüssigkeiten nehmen zu und werden immer zeitaufwändiger", bilanzierte Lars Dorendorf. Neben zwölf Brandeinsätzen, elf technischen Hilfeleistungen, drei Brandsicherheitswachen sowie je einer Übung und Havarie schlägt auch der Hochwassereinsatz zu Buche. Mit sechs Kameraden waren die Beetzendorfer am 4. Juni 2449 Minuten an der Elbe in Magdeburg in Aktion, am 14. Juni folgten noch einmal 2327 Minuten im Raum Havelberg und im Landkreis Stendal.

Insgesamt waren die Beetzendorfer Kameraden im vergangenen Jahr 8022 Minuten im Einsatz. Sie rückten mit 69 Fahrzeugen und 301 Brandbekämpfern aus. "Das sind im Schnitt 2,4 Fahrzeuge und 10,4 Kameraden je Einsatz", zeigte sich der scheidende Wehrleiter zufrieden. Nur elf Einsätze fanden abends und in der Nacht statt. In den meisten Fällen schrillte die Sirene zwischen 6 und 18 Uhr, wo die meisten Feuerwehren Schwierigkeiten haben, die nötige Zahl an Kameraden zusammenzubekommen. Nicht so in Beetzendorf.

Bei den Wochentagen sticht der Freitag mit acht Alarmierungen hervor, die wenigsten Einsätze gab es am Mittwoch und Sonntag mit jeweils zwei. Verbandsgemeinde (VG)-Wehrleiter Bert Juschus hob in seinen Grußworten die Bedeutung der Beetzendorfer Wehr hervor, die sich nicht nur in der Einsatzbereitschaft rund um die Uhr zeige. "Sie wurde auch als erste zum Hochwassereinsatz angefordert", berichtete er.

Den Dank der VG für das Engagement der Kameraden überbrachte Bürgermeisterin Christiane Lüdemann. Statt in vielen Worten drückte sie die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes für den Schutz der Bürger mit den Versen eines Feuerwehrmannes aus.

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