Rund 180 Wohneinheiten und fast 80 Garagen in den Ortsteilen der Stadt Klötze sind an die Wohnungsbaugesellschaft übertragen worden. Deren Chef Jens Passier berichtet im Volksstimme-Gespräch, wie sich die Situation der Wohneinheiten in den einzelnen Orten darstellt.

Jahrstedt l "Die Grundsub-stanz der Wohnungen hier ist gut", hob Jens Passier gestern in Jahrstedt hervor. Der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), eine 100-prozentige Tochter der Stadt Klötze, zeigte die Gebäude und Wohnungen, für die die Wobau jetzt zuständig ist. "Besonders gut ist das große Gemeinschaftsgefühl. Ein echter Jahrstedter wird nur in seltenen Fällen seinen Ort dauerhaft verlassen", sagte Jens Passier. Davon würde auch die Wobau profitieren: "Wir müssen nicht befürchten, dass Wohnungen nach einer Sanierung lange leer stehen."

Insgesamt investiert die Wobau in diesem Jahr mehr Geld in die Wohnungen in Klötze und den Ortsteilen, als 2013 insgesamt für normale Instandhaltung ausgegeben worden ist. Große Projekte wie in der August-Bebel-Straße in Klötze zählen nicht dazu.

Auch Sonderwünsche sind erlaubt

Wie groß die Summe sein wird, kann Jens Passier allerdings nicht sagen. Denn über den Einsatz der finanziellen Mittel entscheiden allein die Nachfrage potenzieller Mieter vor Ort und die vorhandenen Möglichkeiten. Soll heißen: Ist die Nachfrage groß, wird in die Wohnungen investiert. Dabei sind auch Sonderwünsche möglich, wenn der Mehraufwand vom Mieter getragen wird, stellte Jens Passier in Aussicht.

In Jahrstedt verfügt die Wobau über Wohnungen in der Ohrestraße 4, fünf Wohnungen in der Wilhelm-Freund-Straße 5a bis c, in der Jahrstedter Dorfstraße 11 und 15 sowie ein Zwei-Familien-Haus in der Germenauer Straße 36. 22 Wohnungen insgesamt.

In der Jahrstedter Dorfstraße 15, dort ist auch das Ortsbüro untergebracht, würden bei einem Mieterwechsel sämtliche Elektroleitungen überprüft und erneuert werden, kündigte Jens Passier an. Natürlich sind nötige Reparaturen ebenso vorgesehen. Beim Haus Nummer 10 in der selben Straße (mit Gaststätte und Saal) ist die Wobau nur Verwalter. Wenn die Stadt dort den Giebel sanieren lässt, würde die Wobau gleich Reparaturen an der Fassade der Nummer 15 mit in Auftrag geben. Vergleichsweise gut in Schuss ist bereits das Haus mit der Nummer 11.

Neues Dach auf altem Unterbau ging nicht gut

Ein besonderes Problem musste die Wobau für die fünf Wohnungen in der Wilhelm-Freund-Straße lösen. "Das Haus war zu dicht", erläuterte Jens Passier. Ein Metall-Profildach ist auf die bestehenden Unterbauten gesetzt worden. Die Folge: Weil die Belüftung nicht ausreichte, sammelte sich Feuchtigkeit, Schimmel entstand. "Wir haben die alte Lattung und die Bitumenbahnen runtergenommen. Jetzt ist alles wieder okay", freute sich Passier.

Zum Teil komplett erneuert werden die Wohnungen in der Ohrestraße 4. "Elektroanlage, Heizkörper, Bad, Türen - alles neu", zählte Jens Passier auf. Er ist insgesamt zufrieden mit den Wohnungen der Wobau in Jahrstedt. Sein Fazit: Hier müssen wir keine Fassade mehr anfassen, alle Dächer sind bereits fertig saniert."

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