Holzungsarbeiten am Reitplatz und auf dem alten Friedhof am Audorfer Weg haben in Beetzendorf in den vergangenen Tagen zu Diskussionen geführt. Die kann Bürgermeister Heinrich Schmauch verstehen, setzt sich aber gegen seiner Meinung nach unberechtigte Kritik zur Wehr.

Beetzendorf l Die drei Ahornbäume, die auf Ersuchen des Reit- und Fahrvereins auf dem Reitplatz Audorfer Weg in Beetzendorf entfernt worden sind (Volksstimme berichtete), waren nicht der einzige Stein des Anstoßes, zu dem sich in den vergangenen Tagen kritische Stimmen mehrten. Auch der Baumschnitt auf dem alten Friedhof am Audorfer Weg erregte einige Gemüter, zumal dort abgesägte Äste zeitweise über die Gräber verstreut lagen. Von einem "Kettensägenmassaker" war in Presseveröffentlichungen die Rede - Äußerungen, die Bürgermeister Heinrich Schmauch nicht nachvollziehen kann und während der Zusammenkunft des Heimatvereins zurückwies.

"Der Vorstand des Vereins, der den Interessentenfriedhof am Audorfer Weg betreut, ist schon vor langer Zeit an die Gemeinde herangetreten, ob die vom alten Friedhof dort hineinragenden Bäume beschnitten werden können. Es bestand die Angst, dass die Gräber in Bedrängnis kommen", erläuterte Schmauch. Weil der Säger einmal vor Ort war, um die Ahornbäume am Reitplatz zu entfernen, habe man die Chance genutzt. Dass im Zuge der Arbeiten auch mal Äste auf die Gräber fallen, sei kaum vermeidbar. "Aber die bleiben doch da nicht liegen, sondern werden entfernt", versprach der Bürgermeister. Man solle das Ergebnis bewerten und keine Momentaufnahme.

Die Arbeiten am alten Friedhof, der nicht zum Interessentenfriedhof gehört, seien notwendig gewesen. "Wir stehen vor der Wahl, dort einen Wald wachsen zu lassen, der alles zudeckt oder den Friedhof Stück für Stück wieder herzurichten, denn er ist ein Stück Beetzendorfer Geschichte", erklärte Schmauch.

Der Ortschef bat um mehr Sachlichkeit in der Diskussion. Auch in punkto Ahornbäume am Reitplatz habe es Fehlinformationen gegeben, die über Facebook verbreitet wurden. Dort war die Rede davon, dass die Gemeinde die Bäume entfernt hat, damit dort das Osterfeuer wieder stattfinden kann. "Das ist geistiger Schwachsinn, gegen den ich mich zur Wehr setze", meinte Schmauch. Zum einen entscheide nicht die Gemeinde über das Osterfeuer und zum anderen finde dort nach seinen Informationen definitiv kein Feuer mehr statt.

Grund seien vor allem Beschwerden der Anwohner über Rauch- und Aschebelästigung, die den Reit- und Fahrverein als Pächter vor einigen Jahren dazu veranlasst hatten, das Gelände nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Zudem gebe es Sorgen der Reiter, dass möglicherweise Überbleibsel des Spektakels wie Glasscherben später zu Verletzungen der Pferde führen könnten.

Baumschnittmaßnahmen sind übrigens auch am Rande des Beetzendorfer Parks notwendig. Dort ragen Äste der Baumriesen an einigen Stellen bis in die angrenzenden Gärten des Steinweg hinein. "Hier müssen wir tätig werden, doch ohne Seilwinde geht da gar nichts. Vielleicht hat jemand die Möglichkeit, uns eine solche zur Verfügung zu stellen", meinte Heinrich Schmauch weiter.