Kunrau l Das Wichtigste vorweg: Die Großveranstaltung und das Saisonfinale des Schlittenhunde-Sportclubs Niedersachsen wird auch weiterhin rund um den Hahnenberg bei Kunrau ausgetragen. Die Bedenken wegen einer nicht mehr geeigneten Rennstrecke sind ausgeräumt, erklärte Vorsitzender Roland Klein aus Bassum gestern kurz vor der Siegerehrung.

Zu den abschließenden Wertungsrennen über jeweils vier Kilometer rund um den Hahnenberg reisten insgesamt 104 Teilnehmer aus dem gesamten Verbandsraum an. Über 300 Hunde, zumeist Huskys oder artverwandte Vierbeiner, schafften Sonnabend und Sonntag eine besondere Geräuschkulisse. Mitten unter ihnen waren auch der amtierende Deutsche Meister der sogenannten Offsnow-Wertung, Andreas Wiatowski, und seine Frau Angela aus Dannefeld. Beide gingen jeweils mit einem Sechser-Gespann an den Start.

Es wurde in 16 Leistungsklassen an beiden Tagen gestartet

Die Hundegespanne stets fest im Griff zu haben, das verstehen die Wiatowskis perfekt. "Es ist eine schweißtreibende Arbeit, die ohne eiserne Disziplin und Kondition nicht zu leisten ist. Die Hunde spüren immer, wie man hinten im Scooter drauf ist", lässt Angela Wiatowski etwas in diesen Sport hineinblicken. "Es ist kein Breitensport, kann es aber auch nicht sein", meint sie und weist im gleichen Atemzug zwei ihrer Tiere in die Schranken. Zuhause in Dannefeld müssen gleich 16 Schlittenhunde ausgebildet werden. Das alles kostet Zeit, Arbeit und Geld. Die Hochleistungshunde benötigen selbstverständlich auch medizinische Betreuung. Dafür belohnen sie ihre Besitzer mit einem unbändigen Drang zum Sprinten bis zur Erschöpfung.

Gestartet wurde in 16 Klassen. Sowohl Einzelläufer mit Hund, Mountainbike-Fahrer mit Schlittenhund und Gespanne mit bis zu acht Tieren kämpften in den jeweiligen Wertungsläufen um Bestzeiten. Beachtlich auch die Tatsache, dass bereits Mädchen und Jungen im Grundschulalter in Begleitung und unter Anleitung ihrer rennerfahrenen Eltern auf der Strecke zu erleben waren.