Oebisfelde l Im Landgraben, gelegen zwischen Oebisfelde und Gehrendorf, soll langfristig das Fischen wieder ermöglicht werden. Das ist seit geraumer Zeit nicht mehr möglich, weil das vom Angelverein Oebisfelde und Umgebung bis 2036 angepachtete Gewässer stark verkrautet ist.

Auf Vordermann gebracht werden soll der Graben im Zuge des Allerprojektes. Über das Vorhaben wurden die Mitglieder des Vorstandes des Angelvereins bereits Ende Oktober von Anke Willharms, Mitarbeiterin der Aktion Fischotterschutz im niedersächsischen Hankensbüttel, informiert (wir berichteten).

"Wir haben unsere Hilfe bei der Umsetzung des Projektes zugesichert und wollen am Sonnabend, 22. März, gemeinsam die ersten Nägel mit Köpfen produzieren", informierte Steffen Lachmann, Vorsitzender des Vereins, und konkretisierte: "Entlang des Grabens sollen Baum- und Strauchinseln entstehen. Am 22. März werden daher 112 neue Gehölze am Landgraben eingepflanzt. Für unsere Vereinsmitglieder die Möglichkeit, sich in einem Arbeitseinsatz zu engagieren. Wir treffen uns an diesem Tag um 8 Uhr auf dem Parkplatz am Allergasthaus. Der Vorstand hofft natürlich auf eine starke Resonanz. Spaten und Schaufeln sind bitte mitzubringen."

Anke Willharms merkte indes an: "Der Landgraben ist ein Schwerpunktgewässer des Aller-Projektes und ist von großer Bedeutung zur Entwicklung eines Biotopenverbundes zum Naturpark Drömling. Besonders die kleinen Bäche bieten oftmals wertvolle Lebensräume für viele heimische Tier- und Pflanzenarten wie beispielsweise Fischotter und die seltene Schwanenblume. Mit der Gehölzpflanzung soll die Artenvielfalt im und am Gewässer gefördert und das Landschaftsbild für Erholungssuchende aufgewertet werden. Dabei möchten wir uns besonders für die tatkräftige Unterstützung der Oebisfelder Angler bedanken."

Das Aller-Projekt werde vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und vom Volkswagenwerk gefördert. Insgesamt seien zehn Landkreise und Städte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt im Projekt eingebunden.