Steimke/Brome l Nach dem Fund eines toten Bibers an der Ohre zwischen Brome und Steimke meldet sich jetzt Karsten Bierstedt von der Unteren Naturschutzbehörde des Altmarkkreises Salzwedel zu Wort. In einem Schreiben teilt er das Ergebnis der Untersuchung des zwischen Steimke und Brome gefundenen Bibers mit. Der Bromer Gerd Blanke hatte zudem kritisiert, dass bei Unterhaltungsmaßnahmen abgelagertes Totholz die Tiere in der Biberburg nebenan gestört hätte. Er verwies zudem auf seltene Pflanzen in dieser Region (wir berichteten).

Der tote Biber befand sich laut Karsten Bierstedt bereits in einem starken Verwesungszustand. "Weitere pathologische Untersuchungen sind aus gesundheitshygienischen Gründen nicht mehr durchführbar beziehungsweise zumutbar", informiert Karsten Bierstedt. Ob der Biber verendet oder getötet worden ist, konnte anhand des Kadavers nicht mehr festgestellt werden. Indizien, die auf eine Tötung hinweisen würden, wie Schrotkörner, Patronenhülsen oder abgetrennte Körperteile habe es nicht gegeben. Deshalb sei auch eine Anzeige gegen unbekannt nicht möglich. Gleiches gilt für eine Untersuchung des toten Bibers durch die Kriminalpolizei.

"Mögliche Personen, die ein Interesse an der Tötung des Tieres haben könnten, wurden nicht festgestellt", schreibt Karsten Bierstedt.

Auf die Unterhaltung der Gewässer eingehend, informiert der Amtsmitarbeiter, dass die regelmäßige Unterhaltung der Ohre und des einmündenden Kirch-Wiesengrabens durch den Unterhaltungsverband legitim und mit der Oberen Naturschutzbehörde abgestimmt sei. Eine Änderung oder Aussetzung des Pflegeplans würde ein aufwendiges Genehmigungsverfahren erforderlich machen.

Laut Karsten Bierstedt ist der Biberdamm in der Ohre seit rund zwei Jahren nicht mehr funktionstüchtig. Eine Kontrolle durch Ulf Damm von der Naturparkverwaltung im Januar 2014 hätte ergeben, dass "kleine Reste aus wieder von Bibern aufgenommenen Dammbauaktivitäten durch die Eigendynamik der Ohre abgedriftet sind". Das abgelagerte Totholz stamme von Unterhaltungsmaßnahmen an der Brücke Richtung Steimke. Karsten Bierstedt: "Die Biberburg hat dadurch keinen Schaden genommen. Weiter anfallende Reisigmassen sollen künftig unmittelbar nordöstlich der Brücke und nicht tiefer im Bereich des Naturschutzgebietes abgelagert werden."

Ein Zusammenhang zwischen dem toten Biber und den Unterhaltungsmaßnahmen bestünde nicht.