Auch beim zweiten großen Arbeitseinsatz im Waldbad ließ das Interesse der Apenburger nicht nach. Knapp 70 Freiwillige kamen am Sonnabendvormittag, um das Gelände für die Saisoneröffnung vorzubereiten.

Apenburg l Angesichts des stürmischen und regnerischen Wetters hatte Apenburgs Fördervereins-Chef Jürgen Ulrich schon befürchtet, dass die Beteiligung am zweiten Arbeitseinsatz im Waldbad bedeutend geringer ausfällt als noch vor zwei Wochen. Doch die Apenburger und auch Waldbad-Freunde aus den umliegenden Orten ließen ihn nicht im Stich. Knapp 70 fanden sich auf dem Gelände ein, beseitigten Laub, reinigten das Becken, strichen Zäune und packten da an, wo Hilfe gebraucht wurde.

Ganz vorn wieder mit dabei: Die Apenburger Jugendlichen, die zum Besen griffen und die Blätter vom Beckengrund entfernten. Mit einer Pumpe wurde das letzte Wasser aus der Vertiefung am Sprungturm herausgeholt, sodass es in Kürze an die Feinarbeiten gehen kann. "Die Risse im Becken müssen verfugt werden", erklärte Jürgen Ulrich. Diese Arbeiten will eine Apenburger Baufirma kostenlos übernehmen. Ende April, wenn das Wetter günstig ist, soll das Becken dann gestrichen werden.

Frische Farbe bekommt demnächst auch der Sprungturm. Er ist bereits von Kurt Kaufels eingerüstet worden, der auch das Streichen übernimmt. Auch bei der Herrichtung des Beachvolleyballplatzes gab es Hilfe: Ein Beetzendorfer Logistikunternehmen karrte einen Laster mit Sand an. Joachim Rieseberg wiederum stellte neben Technik auch Kalk für den Rasen im Bad zur Verfügung, ein Uelzener Baumarkt spendierte zehn Lederbälle für den Spielspaß im Bad. "Solche Sponsorleistungen sind genauso wichtig wie die tatkräftige Hilfe bei den Arbeitseinsätzen und Geldspenden für den Förderverein", erklärte Jürgen Ulrich.

Neuer Schwimmmeister vielleicht schon diese Woche

Auch die Vereine des Ortes, das DRK-Kinderheim und die Feuerwehr packten mit an. Die Kameraden verlegten am Sonnabend beispielsweise Platten unter einem Zaun, um dessen Zuwachsen durch Gras zu verhindern. Die aufgestellten Bänke nahmen Martin Wiswedel und Max Dressler mit, um sie aufzuarbeiten.

Weitere Arbeiten fanden im Zusammenwirken mit Familie Wernecke auf dem benachbarten Gelände von Campingplatz und Bungalowsiedlung statt. "Das Areal ist schließlich eine Einheit", meinte der Fördervereins-Vorsitzende.

Ziel ist es, zum offiziellen Saisonstart am 1. Juni das Bad in einen ansprechenden Zustand zu versetzen. "Vielleicht können wir mit dem Badebetrieb ja bei gutem Wetter auch schon früher beginnen", hofft Ulrich. In jedem Fall hätten die Apenburger ihr gegebenes Versprechen erfüllt, das Bad gemeinsam auf Vordermann zu bringen. "Jetzt ist die Gemeinde am Zug", meinte er.

In der Zielgeraden sind auch die Bemühungen um die Gewinnung eines Schwimmmeisters. Ob der ins Auge gefasste Kandidat die Aufgabe übernimmt, soll sich nach Volksstimme-Informationen noch diese Woche entscheiden.

Der Einsatz für das Waldbad hat schon jetzt dafür gesorgt, dass die Dorfgemeinschaft in Apenburg im 750. Jahr nach der erstmaligen urkundlichen Erwähnung des Ortes enger zusammengerückt ist. "Vor fast 60 Jahren haben die Apenburger das Bad gebaut, das am 31. Juli 1955 eröffnet wurde. Und jetzt sorgen sie selbst dafür, dass es erhalten bleibt", freute sich Günther Schröder über das Engagement der Bürger.

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