Klötzes Bürgermeister Matthias Mann war am Sonnabend voll des Lobes. Zu den Kameradinnen und Kameraden sagte er: "Ich habe großen Respekt vor der Klötzer Ortsfeuerwehr." Diese zogen im Altmarksaal Bilanz und feierten im Anschluss ihren traditionellen Feuerwehrball.

Von Meike Schulze

Klötze l "Seit Jahren leistet ihr beispielhafte Arbeit und nehmt eine Sonderstellung in der Stadt Klötze ein. Ihr geht voran und seid über die Gemeindegrenzen hinweg engagiert", lobte Matthias Mann während der Jahreshauptversammlung. Als Vergnügen bezeichnete er die Zusammenarbeit mit Ortswehrleiter Rüdiger Wührl, dessen Fachkompetenz und Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit er sehr schätze.

Aus dem Bericht des Ortswehrleiters ging hervor, dass auch die Frauen und Männer der aktiven Einsatzgruppe kompetent sind. Sie bildeten sich 2013 bei 45 Ausbildungsdiensten zu je zwei Stunden weiter, absolvierten darüber hinaus zwei achtstündige Tagesausbildungen sowie weitere Fortbildungslehrgänge und Seminare auf Landes-, Landkreis- und Stadtebene.

Retter waren für ihre Einsätze gewappnet

So waren die ehrenamtlichen Retter 2013 für ihre 54 Einsätze bestens gewappnet. 22 Alarmierungen galten innerörtlichen Einsätzen, 32-mal war die Hilfe überörtlich gefragt. Wobei der Hochwassereinsatz für die Frauen und Männer eine "außergewöhnliche Herausforderung" darstellte und von Wührl in seiner lebhaften Schilderung als Odyssee bezeichnet wurde.

Mit Sorge blickte der Wehrleiter in Richtung Zukunft. Die Arbeitsbelastung für das einzelne Mitglied der Klötzer Feuerwehr werde sich weiter erhöhen, vermutete er. "Insbesondere die verringerte Tageseinsatzbereitschaft vieler Nachbarfeuerwehren verlangt von uns Feuerwehren eine neue Qualität der Kooperationsfähigkeit bei der Einsatzvorbereitung und -durchführung sowie der Aus- und Fortbildung." Seien freiwillige Feuerwehren ursprünglich aus der Idee der Nachbarschaftshilfe bei Bränden, Unglücksfällen und öffentlichen Notständen geboren worden, hätten die gegenwärtigen Trends und Prioritäten "unserer arbeitsteiligen Gesellschaft" diese Idee fast komplett verschwinden und verkommen lassen. Daher sei die Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft.

In Bezug auf den Bericht der Wehrleitung bekannte auch der Bürgermeister, dass in der Bevölkerung und bei der Politik die Einstellung zur Feuerwehr mitunter zu wünschen übrig lasse und stellte klar: "Die Feuerwehr muss eine Pflichtaufgabe sein und bleiben. Das darf nicht in Frage gestellt werden. Es ist wichtig, Menschen zu finden, die bereit sind, ihre Freizeit zu opfern und sich in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen."

Ortsübergreifende Arbeit rückt in Fokus

Den Vorschlag Wührls, bei Neueinstellungen auf die Mitwirkung in der Feuerwehr wert zu legen, greife er gerne auf. Allerdings: "Ich bin jetzt seit viereinhalb Jahren dabei und habe noch keinen neuen Mitarbeiter eingestellt. Im Gegenteil, es werden immer weniger", sagte Mann. Deshalb werde die ortsübergreifende Arbeit "künftig noch mehr in den Fokus rücken und weiter gestaltet werden, da bin ich ganz optimistisch".

Vor dem festlichen Ballabend wurden verdiente Kameraden geehrt und befördert (Bericht folgt).

 

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