Apenburg l Gegen das im vergangenen Jahr vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark eingeleitete Bodenordnungsverfahren in der Apenburger Feldlage gibt es nach wie vor Widerstand im Ort. Fünf Apenburger Landwirte, ein ortsansässiger Landwirt im Nebenerwerb sowie 22 weitere Landeigentümer aus dem betroffenen Gebiet haben nach ALFF-Angaben Widerspruch gegen das Verfahren eingelegt. Sie sind mit den geplanten Eingriffen in ihre Flächenstrukturen, die durch Zusammenlegung verändert werden sollen, nicht einverstanden.

Für gestern hatte das ALFF einen nichtöffentlichen Anhörungstermin im Apenburger Bürgerhaus anberaumt, zu dem etwa die Hälfte der Widerspruchsführer erschien. Dass es nicht mehr waren, lag vor allem am frühen Termin. "Am Vormittag müssen die meisten arbeiten. Aber wahrscheinlich ist das ja so gewollt", empörte sich eine Apenburgerin. Joachim Rieseberg, der zu den Anführern der Widerstandsbewegung gegen das Bodenordnungsverfahren gehört, betonte, dass das ALFF in den vergangenen Monaten bereits gezielte Einzelgespräche mit Landeigentümern geführt habe, um sie doch noch von dem Projekt zu überzeugen.

Im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens sollen in den nächsten Jahren auch mehrere Kilometer Wege rings um Apenburg ausgebaut werden (wir berichteten). Die dafür entstehenden Kosten tragen zu 90 Prozent Bund, Land und Europäische Union.