Rund um Jübar ist der Wegebau in vollem Gange. Für mehr als eine Million Euro werden in den nächsten Wochen mehrere Kilometer Verbindungswege ausgebaut. Möglich macht dies das Bodenordnungsverfahren.

Jübar l Was sich derzeit rund um Jübar tut, kann man schon als einzigartig bezeichnen. Rings um den Ort werden in einem atemberaubenden Tempo Verbindungswege ausgebaut und befestigt, auf denen zukünftig der landwirtschaftliche Verkehr, aber auch Fahrräder rollen sollen. Erst vor wenigen Wochen erfolgte der Startschuss für das Wegebauprojekt im Rahmen des Jübarer Bodenordnungsverfahrens, jetzt sind die ersten Verbindungen bereits mit Betonspurbahnen versehen.

1,1 Millionen Euro werden an Landesfördermitteln über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark rund um Jübar verbaut. Die Förderung beträgt 90 Prozent, den zehnprozentigen Eigenanteil, den die Landeigentümer tragen müssen, streckt die Gemeinde aus eigener Tasche vor. Das macht es möglich, dass alle sieben geplanten Wege mit einem Schlag ausgebaut werden können.

Mit Spurbahnen versehen werden die Wege von der Straße Jübar-Hanum in Richtung Bornsen und Gladdenstedt, letzterer mündet auf die Kreisstraße südlich von Jübar. Außerdem die Verbindung vom Fuhrweg in Richtung Bornsen und die Verlängerung des Mehmker Weges mit Anschluss am Kahnberg vorbei zur Straße Jübar-Bornsen. Der Neuenstaller Weg wird als einziger mit Bitumen befestigt.

Und Jübar soll nicht der einzige Ortsteil der Gemeinde sein, der in den Genuss der Wegeerneuerung kommt. Noch in diesem Jahr geht der Ausbau rund um Wendischbrome weiter. "Hier werden noch einmal 700000 Euro investiert", kündigte Bürgermeister Carsten Borchert an. Die entsprechende Bewilligung der Fördermittel im Rahmen des dortigen Bodenordnungsverfahrens sei erfolgt, so dass die Bagger ab August rollen können. Am Ende wäre beispielsweise der Bromer Weg von Jübar bis zur Landesgrenze nach Niedersachsen komplett saniert und für Radfahrer bequem befahrbar.

Weitere Ortsteile sollen folgen. "Hanum beispielsweise steht schon auf dem Sprung ins Bodenordnungsverfahren", deutete Borchert an. Und auch für Bornsen, Gladdenstedt, Nettgau und Lüdelsen hat der Ortschef Hoffnung, in den nächsten Jahren in das Programm aufgenommen zu werden.