Oebisfelde l Wer zu Ostern auf die Schnelle noch ein Geschenk für seinen Nachwuchs oder die Enkel gesucht hat, wäre am Sonnabend in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität an der Theodor-Müller-Straße wahrscheinlich fündig geworden. Denn dort hatten die Frauen um Yvonne Hannemann, Leiterin der Oebisfelder Volkssolidaritäts-Ortsgruppe, den zweiten Flohmarkt rund um das Kind auf die Beine gestellt. Von 10 bis 13 Uhr boten dort 15 Verkäufer ihre Waren feil - von Kinderbekleidung aller Art bis zu jeder Menge Spielzeug. Schnäppchenjäger wären dort sicherlich auf ihre Kosten gekommen.

Doch von Schnäppchenjägern war nicht viel zu sehen. Denn leider habe dieses vorösterliche Angebot die Oebisfelder kaum interessiert, bedauerte Hannemann am Sonnabendvormittag und ergänzte: "Nach 90 Minuten hatten wir erst zehn Besucher. Das ist nicht nur sehr mager, sondern auch sehr ernüchternd."

Zu keiner anderen Einschätzung kamen die Anbieter. Zum Beispiel Verena Polep aus Breitenrode, die unter anderem Bekleidung im Sortiment hatte: "Ich habe zwar etwas verkauft, doch das Wenige ist kaum der Rede wert. Schade, dass kaum Leute kommen. Denn die Idee ist gut und die Frauen haben sich viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht." So hatten die Volkssolidaritätsfrauen auch für Kaffee und einen kleinen Imbiss gesorgt.

Über die Gründe des Desinteresses hatten sich Hannemann und ihre Mitstreiterinnen natürlich Gedanken gemacht. "Möglicherweise liegt es am Termin. Der Ostersonnabendvormittag ist sicherlich nicht optimal gewählt. Viele sind zu diesem Zeitpunkt mit Einkäufen für die Osterfeiertage beschäftigt. Wir hatten ursprünglich auch einen anderen Termin, den 5. April, vorgesehen. An diesem Tag war die Begegnungsstätte aber mit dem Erste-Hilfe-Lehrgang für die Jugendweihlinge belegt", erklärte die Ortsgruppenvorsitzende.

Entmutigen lassen wollen sich Hannemann und ihre Truppe jedoch nicht. Wahrscheinlich Ende Oktober soll ein neuer Anlauf unternommen werden: "Wir hoffen dann natürlich auf mehr Resonanz und auch, dass unsere Verkäufer bei der Stange bleiben. Denn zu verdienen gab es für sie heute leider nicht viel."

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