Zum 19. und zum 20. Schülerkonzert lud die Musikschule Hoffmann aus Klötze am Sonntag ein. In der Aula der Sekundarschule gaben die jungen Musiker einen Einblick in ihr Repertoire.

Klötze l Aufgeregte Schüler und stolze Eltern waren am Sonntag nach Klötze in die Sekundarschule gekommen. Die jungen Nachwuchsmusiker wollten dem Publikum zeigen, wie sie ihre Instrumente oder den Gesang beherrschen.

"Die Schüler möchten einen Zwischenstand ihres Könnens geben und das Publikum mit ihrer Musik erfreuen", erläuterte Schulleiter Tino Hoffmann. Solche regelmäßigen Konzerte würden den Kindern und Jugendlichen ein Ziel geben, auf das sie hinarbeiten können.

Insgesamt 45 von rund 100 Schülern der Schule gestalteten das Programm der beiden Konzerte - eines am Vormittag, eines am Nachmittag. Sie waren im Alter zwischen 5 und 18 Jahre. Einige lernen erst seit einigen Monaten ein Instrument zu spielen, andere schon mehrere Jahre. Sechs Lehrer stehen den Musikschülern zur Seite und leisteten auch am Sonntag Beistand. "Die Teilnahme an den Konzerten ist freiwillig", berichtete Tino Hoffmann. "Kein Schüler wird bei uns dazu gezwungen."

Die jungen Musiker spielten Stücke auf dem Klavier, auf Geige, Keyboard, Gitarre und Schlagzeug oder sie sangen. Das präsentierte Spektrum reichte von klassischer Musik über Volkslieder bis hin zum Hardrock, von Komponisten wie Johann Sebastian Bach bis zur Rockband Metallica mit dem bekannten Song "Nothing else matters".

Den schwierigen ersten Auftritt hatte Hannah Janikulla übernommen. Auf dem Klavier ließ sie eine Sonatine von Muzio Clementi und "Angel Eyes" von Jim Brickmann erklingen. Klassik brachte danach Maxima Müller, ebenfalls auf dem Klavier, zu Gehör. Sie intonierte Gavotte von Georg Friedrich Händel und "Guten Abend, gut` Nacht" von Johannes Brahms.

Auch aktuelle Titel erklangen. Neben Metallica waren ebenso englische und amerikanische Folksongs zu hören, die noch immer gesungen werden, sowie Titel von Leonard Cohen, den Beatles, Adel Tawil und Santiano. Dem Publikum gefiel diese bunte Mischung, die Zuhörer sparten nicht mit Applaus. Wenn sich ein Schüler mal verspielte, war das auch kein Problem. Schließlich sind sie alle noch Lernende.

Die Kinder und Jugendlichen treten auch beim Frühlingskonzert des Klötzer Frauenchores und anderen Konzerten auf. "Wie die Anfragen kommen", sagte Tino Hoffmann. Die Konzerte werden aufgenommen und hinterher ausgewertet. "Wir versuchen, bei unseren Schülern das Feuer der Musik zu entfachen. Was sie dann daraus machen, ist ihre Entscheidung." Aber eines raten die Lehrer ihnen wegen der Härte des Berufs nicht: Musiker zu werden.

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