Viele Anwohner der Straßen Zur Mühle und Im Winkel in Lockstedt hatten sich am Montagabend zur Ortschaftsratssitzung eingefunden. Dort stand der Ausbau dieser Straße auf der Tagesordnung und auch die Anwohner hatten die Möglichkeit, ihre Ansichten dazu zu äußern.

Von Gundi Neuschulz

Oebisfelde. Der Ausbau der Straßen Zur Mühle und Im Winkel in Lockstedt stand am Montagabend auf der Tagesordnung des Oebisfelder Ortschaftsrates. Nachdem Heide Schüler einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, der Zustimmung fand, wurde öffentlich über dieses Thema beraten. Der Lockstedter Klaus Wolf erhielt stellvertretend für die Anwohner das Rederecht.

"Die Frage, die sich uns vor allem stellt, ist die, ob wir nach dem Ausbau des Abwassernetzes den Anwohnern nun auch noch den Ausbau der Straße finanziell zumuten können", sagte Ortsbürgermeister Sven Groneberg. Insgesamt werde der Ausbau der Straßen etwa, so die Schätzung, 330 000 Euro kosten. 70 Prozent davon müssten laut Satzung auf die Anwohner umgelegt werden.

Klaus Wolf sagte dazu, dass die Stadt Oebisfelde-Weferlingen verpflichtet sei, ihr Eigentum in Ordnung zu halten. Allerdings sei zwanzig Jahre nichts getan worden und nun sollen die Anlieger dafür die Kosten tragen. "Wir halten einen Neubau der Straße nicht für die beste Lösung. Es handelt sich um eine alte Granitsteinpflasterung, die in besonderer Weise den dörflichen Charakter unterstreicht. Eine Ausbesserung wäre völlig ausreichend", sagte er. Es lägen bereits Kostenangebote für eine Sanierung der Straße vor. Die würden sich auf eine Höhe zwischen 16 000 und 25 000 Euro belaufen.

"Wir haben unter anderem mit der Denkmalpflege in Haldensleben und mit Herrn Neitzel in Oschersleben gesprochen. Die befürworten den Erhalt der alten Pflasterung." Auch alle Anwohner seien für den Erhalt der alten Straße. Dabei sei aber klar, dass die Straße Im Winkel nicht zu sanieren, sondern neu zu machen sei. Dort sei, anders als in der Straße Zur Mühle, keine Substanz vorhanden.

Bauamtsmitarbeiter Friedrich-Wilhelm Gille sagte, dass in der Straße Porphyr-Pflaster verlegt worden sei, das stark abgängig sei. In Ordnung sei der Sandstein, der dort auch zu finden sei. Gille nahm von Wolf die bereits eingeholten Kostenvoranschläge entgegen, um diese im Bauamt zu prüfen.

Editha Bernick hielt eine Reparatur nicht für günstig, weil das denjenigen Bürgern gegenüber schlecht zu vertreten sei, die ihren Straßenausbaubeitrag bereits gezahlt hätten.

Nach der Prüfung, ob auch eine Reparatur möglich sei, soll nun mit den Lockstedtern noch einmal das Gespräch gesucht werden, so Groneberg.