Oebisfelde l Seit kurzem ist das Burg- und Heimatmuseum des Oebisfelder Heimatvereins mit der Skulptur eines Hockeyspielers um eine Attraktion reicher. Verantwortlich dafür ist die Oebisfelder Hockey-Legende Heinrich Kruse. Er überreichte die Figur an Ulrich Pettke, Vorsitzender des Heimatvereins. Die Gabe soll allerdings nicht in irgendeinem Winkel des Museums verstauben, sondern Teil einer neuen Ausstellung werden. Dazu Pettke: "Unser Verein möchte eine Ausstellung über den Sport in unserer Stadt auf die Beine stellen. Das hat sich angeboten, da Oebisfelde sportlich viel zu bieten hat. Nicht nur hand- und fußballerisch, sondern auch mit Blick auf das Hockey. Denn über viele Jahrzehnte galt Oebisfelde als Hochburg dieses Spiels."

Der 1937 geborene Heinrich Kruse, von seinen Sportkameraden nur "Heini" genannt, hat die erfolgreiche Hockey-Zeit, die 1921 mit der Gründung des Hockeyclubs Oebisfelde begann, über einige Jahre als Aktiver in der ersten Hockey-Mannschaft der damaligen BSG Lokomotive Oebisfelde mitbegleitet. Seine Trainer waren Otto Germer und Hans Bischoff, den seine Schützlinge respektvoll "den Papst" nannten. Kruse, der später nach Leipzig zog, wo er noch heute wohnt, brachte es im Hockey indes weit. Denn er gehörte von 1955 bis 1964 zum Aufgebot der Nationalmannschaft der DDR.

Seine Oebisfelder haben es aber auch weit gebracht. Sie stiegen Ende der 60er Jahre mit Trainer Hans Bichoff in die Verbandsliga, die damals höchste Spielklasse in der DDR, auf. Allerdings hielten sie die Klasse nur für ein Jahr. Trotzdem sei es ein Erlebnis gewesen, wie sich heute noch viele ehemalige Hockey-Männer erinnern.

Das Hockey ist in Oebisfelde mittlerweile Geschichte. Heinrich Kruse ist aber noch am Ball - als Trainer der deutschen Ü 70 Nationalmannschaft. Die möchte er 2015 zur Europameisterschaft nach London führen.