Die Arbeiten im Beetzendorfer Stölpenbad kommen trotz leichter Zeitverzögerung gut voran. Als erstes wurde der alte Sozialtrakt aus den 30er Jahren abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein moderner Sanitärbau.

Beetzendorf l Nichts erinnert mehr an das historische Badehaus im Beetzendorfer Stölpenbad. Der Flachbau im markanten Bäderstil der damaligen Zeit, der 1936 eingeweiht wurde, ist dem Abrissbagger zum Opfer gefallen. Bis zum Start der neuen Saison soll an seine Stelle ein neuer Sozialtrakt mit Toiletten, Duschen und Umkleideräumen entstehen (wir berichteten).

Um den Neubau errichten zu können, musste der Grundwasserspiegel, der hier wegen der tiefen Lage an der Jeetze relativ hoch ist, gesenkt werden. Erst dann kann die Bodenplatte für den künftigen Sozialtrakt gesetzt werden.

Bürgermeister Heinrich Schmauch ist optimistisch, den leichten Zeitverzug, der wegen des verspäteten Beginns der Arbeiten entstanden ist, noch aufzuholen. "Im Augenblick liegen wir noch eine Woche hinter dem Zeitplan zurück", erklärte er im Volksstimme-Gespräch. Ziel sei es in jedem Fall, den Badebetrieb pünktlich am 2. Mai 2015 wieder aufzunehmen.

Der Rohbau des neuen Sozialtraktes soll noch in diesem Jahr errichtet werden. Anschließend geben sich im Inneren die einzelnen Gewerke die Klinke in die Hand. Den Anfang machen die Tischler, die laut Ausschreibung ab der zweiten Kalenderwoche 2015 Türen, Fenster und Trennwände einbauen sollen. Ab Mitte Februar erfolgt die Installation der Heizungs- und Sanitäranlagen. Geplant ist der Einbau von acht Duschen, Toiletten für Männer und Frauen, einer Fußbodenheizung sowie der entsprechenden Einläufe und Leitungen. Zur gleichen Zeit sollen auch die Elektriker Kabel und Leitungen verlegen.

Ab der 17. Kalenderwoche sind die Fliesenlegearbeiten vorgesehen. Verbaut werden sollen laut Ausschreibung 52 Quadratmeter trockengepresste keramische Bodenfliesen, 218 Quadratmeter Wandfliesen sowie jeweils 73 Quadratmeter Mosaik-Bordüreband und frostbeständige Spaltplatten. Außerdem wird eine Dünnschichtdrainage eingebaut. Vier Wochen sind für die Arbeiten geplant, genau so viel Zeit wie für die abschließenden Maler- und Bodenbelagsarbeiten, die in der 18. Kalenderwoche beginnen sollen.

Die Kosten der Bauarbeiten am Sozialtrakt werden auf 615000 Euro beziffert. 325000 Euro davon erhält die Gemeinde aus dem Fördertopf des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark zurück. Erst in diesem Jahr wurde die Modernisierung des Beckens samt Umfeld und der Anschluss an die nahe Biogasanlage abgeschlossen, eine Investition von knapp einer Million Euro. Durch die Beheizung des Wassers konnten die Saisonöffnungszeit verlängert und die Besucherzahlen gesteigert werden.