Bahrdorf/Vorsfelde (jsn) l Darum, Gewalt von Kindern abzuwenden und ihnen Strategien zur Selbstbehauptung beizubringen, ging es beim Gewaltpräventionskurs des MTV Vorsfelde. 26 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren nahmen an der Veranstaltung teil - sie waren aus vielen verschiedenen Orten wie Velpke , Rätzlingen, Oebisfelde, Weferlingen oder Wolfsburg angereist.

Den größten Teil des Kurses nahm die Gewaltprävention ein, bei der es vor allem um Selbstbehauptung und die Stimmausbildung ging. Die Kinder lernten, schon mit der eigenen Körpersprache zu signalisieren "Stopp - ich bin selbstbewusst und kein Opfer". Dass Hilfeholen kein Petzen, sondern mutig und wichtig ist, lernten die Mädchen und Jungen in vielen aktiven Rollenspielen. "Halte Abstand und vertraue deinen Gefühlen" und "Erwachsene sollen Erwachsene fragen und keine Kinder" waren genauso spannende Themen wie das richtige Verhalten am Telefon oder das Absetzen von Notrufen bei der Feuerwehr und der Polizei.

Boxtraining am Dummy und am Schlagpolster

Mit Humor und Einfühlungsvermögen wurden den Kindern ernsthafte Themen anschaulich vermittelt und in vielen Rollenspielen konnten die Kinder gute und schlechte Gefühle nachempfinden sowie das richtige Verhalten üben und besprechen. Eine Einheit wurde genutzt, um effektive und einfache Selbstverteidigungstechniken zu üben. Dazu gehörte das Boxtraining an Dummy "Bob" genauso wie am Schlagpolster. Mit Begeisterung und dem nötigen Willen wurden außerdem Übungsbretter durchschlagen. Was anfangs schwierig war, führte dann doch alle Teilnehmer mit der richtigen Technik zum Erfolg.

Am Abschlusstag konnten die Kinder die erlernten Verhaltensweisen und Übungen in einem Abschluss-Parcours den vielen anwesenden Eltern demonstrieren. Ein Höhepunkt des Abends war sicher der "schwarze Mann". Um ihn darzustellen war der Ju-Jutsuka Stefan Büchner in einen Vollkontaktanzug geschlüpft. Mit Stöcken durften ihn die Kinder zu Übungszwecken verhauen.

Der Kurs kann nur Anregungen und Training der Situationen für den Moment anbieten. Kindergärten, Schulen und Eltern müssen sich der Gefahren bewusst sein und regelmäßig mit ihren Kindern üben und sie sensibilisieren. Selbstverteidigungstechniken wurden schon während des Kurses vermittelt und geübt, damit sich die Mädchen und Jungen auch in Situationen wehren können, denn manchmal ist als letztes Mittel die Notwehr erforderlich. Am Abschlusstag mussten die Kursteilnehmer einen Parcours überwinden, in dem sie ihre erworbenen Fertigkeiten demonstrieren konnten. Bevor es dann zur Ehrung mit Urkunde und kleinen Preisen kam, war noch ein richtiges Holzbrett zu durchschlagen.

Trainer Frank Lambrecht hält es für sinnvoll, wenn die Kinder nun ihr Selbstbewusstsein, die eigene Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit sowie Kraftausdauer im Ju-Jutsu Training weiter entwickeln. Regelmäßiges Ju-Jutsu Training bilde laut Lambrecht nicht nur Geist und Körper aus. Disziplin, Respekt und Ausdauer wirke sich oft auch positiv auf andere Bereiche wie Schule aus.

Informationen zum Training und zu Kursen gibt es bei Frank Lambrecht unter der Telefonnummer 05364/4317 oder 0172/7556369 oder per E-Mail an fwlambrecht_frank@aol.de und im Internet auf www.ju-jutsu-vorsfelde.de