Das ehemalige Arbeitsamt an der Hagenstraße in Klötze wird in ein Seniorenwohn- und Betreuungszentrum umgewandelt. Die Arbeiten sind seit dieser Woche im vollen Gange. Die Maßnahme kostet 1,4 Millionen Euro und soll im Sommer 2015 abgeschlossen sein.

Klötze l Der Umbau des früheren Arbeitsamtes in Klötze hat begonnen. Das Sozialcentrum Altmark (SCA) hatte das Gebäude, das seit dem 1. Januar 2013 leer stand, für rund 180000 Euro von einer Privatperson erworben und will daraus ein Seniorenwohn- und Betreuungs-Zentrum machen. Die erste Bauberatung erfolgte am 25. November. Sogleich wurde die Baustelle eingerichtet. Derzeit ist eine Stendaler Firma damit beschäftigt, das Haus zu entkernen, wie SCA-Geschäftsführerin Bärbel Müller am gestrigen Mittwoch bei einem Rundgang über die Baustelle mit Bauleiter Siegfried Bossog und Polier Thomas Dobberkau erklärte. Der Rohbau soll voraussichtlich im Februar beendet sein. Alte Türen, und Wände wurden bereits entfernt.

Geplant ist, dass im ersten Obergeschoss sechs und im zweiten Obergeschoss fünf barrierefreie Wohnungen in Größen zwischen 30 und 60 Quadratmetern für 12 bis 18 ambulant betreute Bewohner entstehen. Anstelle des zentralen Treppenhauses sind Gemeinschaftsräume mit Terrasse vorgesehen. Das Treppenhaus vom ehemaligen Geschäftshaus soll als Zweittreppe bis ins zweite Obergeschoss verlängert werden. Es gibt auch einen Fahrstuhl.

Personal der Sozialstation wird aufgestockt

Außerdem werden im 338 Quadratmetern großen Erdgeschoss 15 Plätze für die Tagespflege und vier Plätze für die Verhinderungspflege geschaffen, um pflegende Angehörige zu entlasten. Die Tagespflege soll Gemeinschaftsräume für Bewegung, Beschäftigung, Essenzubereitung, Mittagsruhe sowie ein Pflegebad enthalten. Dieses soll bei Bedarf auch für Friseur, Fußpflege, Physiotherapie und Ähnliches genutzt werden.

Der Außenbereich soll mittels eines umführenden Weges zu kleinen Spaziergängen einladen und im Stile eines typisch altmärkischen Vorgartens mit mehreren Sitzgelegenheiten gehalten werden.

An den Bauarbeiten werden viele verschiedene Gewerke wie Fliesenleger, Elektriker, Trocken-, Fenster-, Metall- und Heizungsbauer beteiligt sein. "Wir haben 19 Lose vergeben", informierte Bärbel Müller.

Die Maßnahme soll im Sommer nächsten Jahres abgeschlossen werden und das Zentrum umgehend in Betrieb gehen.

Für die Wohnungen gibt es eine Warteliste. Bärbel Müller betont, dass diese schon vor Abschluss der Arbeiten vergeben werden.

Als Vorteil sieht die SCA-Geschäftsführerin, dass am 1. Januar das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft tritt. Dadurch werden pflegenden Angehörigen die Leistungen für die Tagespflege nicht mehr vom Pflegegeld abgezogen. "Das ist eine tolle Sache. Wir hoffen und denken, dass wir dadurch eine hohe Auslastung haben werden." Pflegende Angehörige können sich bei Interesse ab Januar formlos und unverbindlich beim SCA melden und vormerken lassen.

Die Kosten für den Umbau des alten Arbeitsamtes liegen insgesamt bei zirka 1,4 Millionen Euro und werden größtenteils durch Fördermittel getragen.

Bärbel Müller kündigte an, dass für das Betreuungs-Zentrum das Personal der Sozialstation um mindestens fünf Stellen aufgestockt werden muss. Benötigt werden Altenpflegehelfer und Betreuungs-Assistenten.

   

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