Immekath l "Das ist sehr schade. Sie war immer ein beliebter Treffpunkt", sagt Immekaths Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Zeitz und bezieht sich damit auf die alte Badeanstalt. Anfang der 1970er Jahre in mühevoller Eigenleistung der Bürger errichtet und bis Sommer 2003 in Betrieb, wird die Anlage, die seinerzeit wegen einer mangelhaften Wasserqualität geschlossen werden musste, in Kürze aus dem Ortsbild verschwunden sein.

Sowohl das Schwimmbecken als auch das daneben stehende Gebäude werden dem Erdboden gleichgemacht. Anfang dieser Woche rollte dazu ein Bagger auf das Areal am Sportplatz - und eine Firma aus Salzwedel begann mit dem Abriss. Dies geschieht im Auftrag der Energiequelle GmbH, und zwar als sogenannte Ausgleichsmaßname für den Windpark Kusey-Neuferchau.

"Die Betonreste des Bassins werden recycelt, landen also wieder irgendwo im Straßenbau oder Vergleichbares. Die entstehende Grube wird mit dem Erdaushub verfüllt, der durch den Bau der Windenergieanlagen entstanden ist. Anschließend wird eine Schicht Mutterboden aufgetragen", erklärt Werner Frohwittter, Pressesprecher der Energiequelle GmbH. Anschließend werde die Fläche der Sukzession, also der Natur, überlassen.

Mehrere Entsiegelungen

Gleiches sei ursprünglich auch für die alte Badeanstalt in Kusey, die demnächst ebenfalls zurückgebaut wird, geplant gewesen. Allerdings, so verriet Werner Frohwitter, soll dort ein Bolzplatz angelegt werden. "Ja, das stimmt", bestätigte Klötzes Bürgermeister Matthias Mann. "Es gibt dazu Gespräche zwischen der Stadt, dem Sportverein und der Grundschule." Die Naturschutzbehörde, so weiß Werner Frohwitter, habe diesem Wunsch bereits entsprochen.

Als weitere Ausgleichsmaßnahmen seien nordöstlich von Kusey Hecken beziehungsweise Gehölze gepflanzt worden, die dem Niederwild als Refugium zur Verfügung stehen sollen. Eine weitere Anpflanzung werde im Frühjahr erfolgen. Außerdem, so berichtet Werner Frohwitter, habe es mehrere "Entsiegelungen" gegeben. So seien in der näheren Umgebung des Windparks drei alte Melkanlagen sowie eine alte Feldscheune in Röwitz abgerissen worden. Fürderhin sei nahe Köckte eine Fläche von 1350 Quadratmetern von alten Betonplatten befreit worden.