Die Umgestaltung des Apenburger Dorfplatzes könnte ein Projekt im diesjährigen Haushalt der Gemeinde sein. Erste Ideen liegen vor, doch noch steht der Kostenrahmen nicht fest. Der Rat wird sich bei der Diskussion des Etats mit dem Vorhaben beschäftigen.

Apenburg l Die Apenburger wünschen sich seit Langem einen ordentlichen Spielplatz für die Kinder, möglichst in zentraler Lage. Ein dafür in Frage kommendes Areal könnte der Dorfplatz sein. Ratsmitglied und Interessenvertreter Mark Wöllmann hat sich darüber bereits intensiv Gedanken gemacht und den Gemeindevertretern erste Ideen präsentiert. So könnte der Spielplatz halbrund wie eine Burganlage gestaltet werden. Hecke und Zaun sollen das Gelände nach außen hin abgrenzen und ein wenig Schutz vor Vandalismus bieten.

Bei der Umgestaltung des Dorfplatzes müssen nach Wöllmanns Ansicht die beiden Vogelbeerbäume am Parkplatz weichen. Ansonsten soll der Baumbestand soweit es geht erhalten bleiben. "Bis auf den Walnussbaum vor dem Forsthaus, der muss weg, weil er hohl ist, auch wenn es mir leid tut", meinte der Apenburger. Im Zuge der Arbeiten könnte auch der Weg bis an die Brücke gepflastert werden, der bei Regen eher einer Modderpiste gleicht.

Zuwegung für Grundschule könnte geschaffen werden

Und noch ein Problem könnte mit einem Schlag gelöst werden: die fehlende Zufahrt zur Grundschule. Es gibt zwar einen Weg, doch der führt über das Grundstück des Konsums. "Wir sollten aber eine ordentliche Zufahrt haben, gerade auch für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge, für die wir keine Wegerechte vereinbaren müssen", erklärte Wöllmann. Eine solche könnte vom Dorfplatz aus geschaffen und befestigt werden. Mit einer Dienstbarkeit auf Dauer für die jetzige Zuwegung, die mit der Gemeinde vereinbart werden könnte, sei der Eigentümer des Konsum-Grundstücks jedenfalls nicht einverstanden.

Wöllmanns Ideen wurden im Gemeinderat zunächst mit Zurückhaltung aufgenommen. Denn noch ist unklar, wieviel die Ausführung kosten würde. "Das ist sicher toll für das Ortsbild, aber wir brauchen erst einmal eine Kostenschätzung, bevor wir darüber entscheiden können", meinte die Winterfelderin Ninett Schneider. Das im Gesamtbudget zur Verfügung stehende Geld solle möglichst gerecht auf die einzelnen Ortsteile verteilt werden. "Schließlich gibt es noch mehr Orte bei uns, die keinen Spielplatz haben", so Schneider.

Mark Wöllmann betonte, dass es sich zunächst um eine Vorplanung handele, um einen Denkanstoß zu geben. Bis zur nächsten Sitzung werde eine Kostenschätzung vorliegen, dann könne man auch über Einzelheiten und mögliches Einsparpotenzial diskutieren. Wenn es Chancen gebe, Fördermittel für das Projekt über die Dorferneuerung zu bekommen, sollte die Gemeinde diese dann beantragen.

Rieseberg bringt den Lindenwall ins Gespräch

Apenburgs Gemeinderatsmitglied Joachim Rieseberg warf die Frage in den Raum, ob ein Spielplatz in der Dorfmitte wirklich optimal angesiedelt ist. "Er ist meiner Meinung nach überfällig, aber nicht an diesem Standort. Vielleicht wäre der Lindenwall besser geeignet. Wir brauchen einen Spielplatz, der auch von den Kindern angenommen wird und nicht den Jugendlichen von der Bushaltestelle als Tummelplatz dient", meinte der Apenburger. Finanzielle Unterstützung könne es vielleicht im Rahmen des Leader-Programms geben.

Videoüberwachung gegen Vandalismus ausloten

Den Lindenwall wiederum hält Mark Wöllmann keineswegs für den besseren Standort. "Da hatten wir schon einmal einen Spielplatz, doch der ist dann völlig kaputt gegangen, weil dort einfach keiner hinging", erinnerte er die Ratsmitglieder. Um Vandalismus vorzubeugen, müsse man auch die Chancen einer Videoüberwachung ausloten.