Beetzendorf (wmo) l Sie gehörte zu den wenigen, die unentwegt das historische und kulturelle Erbe Beetzendorfs aufgearbeitet und versucht haben, deren Bedeutung der heutigen und nachfolgenden Generation nahe zu bringen: Irmgard Tepelmann. Die Beetzendorferin ist am 18. Februar nach kurzer Krankheit verstorben. Sie hat sich wie kaum jemand sonst um die Vermittlung von Wissen über die Burggemeinde bemüht und war nicht nur Ehrenmitglied, sondern unbestritten der Motor des im November 2001 gegründeten Vereins der Heimatfreunde. Entsprechend groß ist dort auch die Bestürzung über Irmgard Tepelmanns Tod kurz nach ihrem 85. Geburtstag. "Seit der Gründung war sie von Stund` an mit dabei. Mit ihr kam jemand zum Zuge, dem Pflege und Erforschung der heimatlichen Geschichte und Kultur sehr am Herzen lagen", würdigte Gerd Beyer im Namen des Vorstandes die Verstorbene.

Ihrer rastlosen Tatkraft habe es Beetzendorf zu verdanken, dass Vergessenes aus der Historie des Ortes wieder ins Gedächtnis gerufen und Gegenstand von zahlreichen Schriftenreihen, Büchern und Zeitschriftenbeiträgen geworden ist, an denen Tepelmann maßgeblich mitgewirkt hat.

Schulklassen führte sie im Rahmen des Heimatkunde- beziehungsweise Geschichtsunterrichts gern durch Beetzendorf und versuchte den Kindern dabei, Geschichtsbewusstsein nahe zu bringen und sie für das kulturelle Erbe der Region zu sensibilisieren. "Mit wachem Interesse, kritisch und mitunter unbequem verfolgte sie die Entwicklung unseres Heimatortes, dabei stets auch zum Mittun bereit", erinnerte Gerd Beyer unter anderem auch an Tepelmanns langjähriges Wirken an der Spitze des Frauenchores. Mit ihr verliere Beetzendorf nicht nur eine Zeitzeugin und Chronistin seiner Geschichte, sondern auch eine engagierte, dem Gemeinwohl verbundene Frau.