Sorgen um den Zustand der Schulstraße in Rohrberg machen sich die Gemeinderäte. Denn dort sollen während der Bauphase im Ort die Schul- und Linienbusse durchfahren.

Rohrberg l Wenn in wenigen Tagen die Bauarbeiten an der Rohrberger Ortseinfahrt aus Richtung Beetzendorf starten (wir berichteten), dann wird auch in der Schulstraße in Rohrberg die Ruhe vorerst vorbei sein. Hier sollen die Schul- und Linienbusse während der Bauphase durchfahren, um die Fahrzeiten einhalten zu können und nicht ewig an den aufgestellten Baustellenampeln warten zu müssen. Darauf hat die Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS) gedrungen, wie Bürgermeister Bernd Schulz im Gemeinderat mitteilte.

Die mitten in der Schul- straße stehenden Poller, die derzeit den Durchgangsverkehr verhindern, sollen zwar stehen bleiben. "Aber die Busfahrer erhalten Schlüssel, um sie zu öffnen und durchfahren zu können", berichtete der Ortschef. Auf den Kompromiss habe sich die Gemeinde einlassen müssen. "Die Alternative wäre gewesen, dass nicht gebaut worden wäre", so Schulz. Doch die Fahrbahnerneuerung im nicht sanierten Teil der Breiten Straße vom Ortseingang bis zur Kreuzung steht seit Langem auf der Wunschliste ganz weit oben und wurde jetzt von der Landesstraßenbaubehörde aufgegriffen.

Sorgen um den Zustand der Straße

Der Rohrberger Holger Robra sah die Durchfahrtserlaubnis für Busse kritisch. Schließlich habe man die Poller vor Jahren extra deshalb aufgestellt, weil die Betonplatten in der Schulstraße nicht ordentlich vergossen sind und durch schwere Fahrzeuge weiter beschädigt werden könnten. "Wenn jetzt 20 bis 30 Busse am Tag da durchrollen, ist das nicht gut für die Straße", meinte auch Ratsmitglied Heiko Meyer.

Die Befürchtung ist auch, dass die Poller nicht bei jeder Passage wieder ordentlich verschlossen werden und sich somit ein Schlupfloch für den übrigen Verkehr bietet. "Anhalten, aussteigen, aufschließen, weiterfahren, wieder aussteigen und zuschließen - das nimmt für die Busfahrer ganz schön Zeit in Anspruch", hieß es im Rat. Doch in dieser Hinsicht müsse man einfach Vertrauen haben, beruhigte Bernd Schulz.

Der Ahlumer Axel Pieper forderte, dass die Polizei während der Bauphase in der Schulstraße stärker kontrolliert. Zugleich regte er an, auch dem Rohrberger Arzt, der in der Straße seine Praxis hat, einen Schlüssel für die Poller zu geben. "Er muss die Möglichkeit haben, im Notfall schnell loszukommen", erklärte Pieper. Die Rohrberger Feuerwehr hat schon jetzt Pollerschlüssel. Den Vorschlag nahm der Bürgermeister auf, betonte aber, dass die übrigen Anwohner der Schulstraße keine Schlüssel erhalten werden.

Parkende Autos müssen entfernt werden

Bevor es losgeht, soll die Schulstraße noch einmal begutachtet und bereits vorhandene Schäden aufgenommen werden. "Damit wir auf der sicheren Seite sind", erklärte Bernd Schulz. Die Anwohner würden zudem schriftlich informiert, ihre Fahrzeuge während der Zeit des Busverkehrs durch die Schulstraße nicht am Fahrbahnrand abzustellen. Der Bürgermeister kündigte weiterhin an, die derzeit herausziehbaren Poller durch umklappbare zu ersetzen, weil die leichter handhabbar seien.