Gerald Pethe ist weiterhin Chef der Ortsfeuerwehr in Neuferchau. Während der Jahreshauptversammlung der Brandbekämpfer am Samstagabend wurden alle Mitglieder der bisherigen Leitung der Freiwilligen Ortsfeuerwehr wiedergewählt.

Neuferchau l Einen umfangreichen Bericht über die Aktivitäten der Kameradinnen und Kameraden im vergangenen Jahr gab Gerald Pethe zuvor. Dreimal sind die Feuerwehrleute 2014 zum Einsatz gerufen worden. Am 7. Juni standen ein Hochsitz und eine Fläche in Flammen. Mit Unterstützung der Kunrauer Wehr war das Feuer schnell gelöscht. Am 7. Juli wurden die Feuerwehrleute zu einem Verkehrsunfall im Ort gerufen. Ein Pkw-Fahrer war gegen einen Baum gefahren. Kunrauer Kameraden befreiten die eingeklemmte Person, Neuferchauer und Röwitzer Brandbekämpfer sperrten die Straße. Für die sieben Männer und drei Frauen dauerte der Einsatz dreieinhalb Stunden.

Weitere Meldeempfänger sind erwünscht

Schließlich waren am 20. Dezember von der Straße zwischen Neuferchau und Röwitz Bäume zu räumen. Die Röwitzer und Neuferchauer Kameraden entfernten jeweils einen Baum. "Alle drei Einsätze fielen für uns in eine günstige Zeit, so dass genügend Einsatzkräfte zur Verfügung standen", zeigte sich Pethe erleichtert. An Wochentagen und während der Arbeitszeit könne das nicht garantiert werden. Deswegen wären noch einige Meldeempfänger sinnvoll, empfahl der Ortswehrleiter.

Um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu sein, sei eine solide Ausbildung notwendig. Doch das konnte 2014 nicht gewährleistet werden, räumte Gerald Pethe ein. "Deswegen wollen wir in diesem Jahr die Schulungen mit den Wehren in Kusey und Röwitz gemeinsam durchführen. Für das erste Halbjahr stehen die Termine bereits fest", sagte er.

Die Ortswehr ist aber auch eine wichtige gesellschaftliche Stütze der Gemeinde. Beim Osterfeuer und Maibaumaufstellen sind die Kameradinnen und Kameraden tonangebend. Aber auch beim traditionellen Dorffest am 3. Oktober bringen sie sich ein. Frauen übernehmen den Ausschank und Männer sind vorwiegend beim Auf- und Abbauen der Stände dabei.

Über die Aktivitäten der Frauenbrandschutzgruppe berichtete Heidelore Hanner. Mit 21 Mitgliedern ist es die personell stärkste Gruppe aller Wehren der Einheitsgemeinde Klötze. Sie leisteten 2014 zirka 500 Stunden für die Ortswehr. In der Jugendwehr sind zwei Mädchen und drei Jungen vertreten. 2014 waren sie eine wichtige Hilfe bei der Winterfestmachung der Unterflurhydranten im Dorf.

Nach den Berichten wurde die bisherige Wehrleitung wiedergewählt. Gerald Pethe wird 2016 auf 20 Jahre als Ortswehrleiter zurückblicken können. Klötzes Bürgermeister Matthias Mann, der auch amtierender Ortsbürgermeister in Neuferchau ist, dankte den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und übergab Spenden der Stadt sowie des Ortschaftsrates.

 

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