Auf ein ereignisreiches Jahr 2014 haben am Sonnabend die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oebisfelde zurückgeblickt. Ein gesunkenes Schiff, eine lodernde Scheune sowie ein Brand auf einem Reiterhof waren unter den insgesamt 30 Einsätzen der Kameraden.

Oebisfelde l "Ihr seid rund um die Uhr einsatzbereit, ihr und eure Familien müsst viel gemeinsame Freizeit opfern. Auf euer Engagement könnt ihr stolz sein", erklärte Silke Wolf, Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, am Sonnabend im Rittersaal der Oebisfelder Sumpfburg. Ihr Dank galt allen Mitgliedern der Oebisfelder Feuerwehr, die im vergangenen Jahr bei insgesamt 30 Einsätzen bewies, dass sie für den Ort unersetzlich ist.

"Mit unseren Einsätzen stehen wir an elfter Stelle im Landkreis, der insgesamt 168 Ortswehren hat", erläuterte Oebisfelder Wehrleiter Frank Hartwig. Fünf Kleinbrände, fünf sogenannte Mittelbrände, und vier sonstige Einsätze, wie die Ausleuchtung eines Unfallortes für die Polizei waren unter den Alarmierungen der freiwilligen Oebisfelder Feuerwehr im vergangenen Jahr. Viermal lösten Brandmeldeanlagen versehentlich aus, viermal halfen die Kameraden bei Verkehrsunfällen, fünfmal wurden Einsätze wie das Beseitigen von Ölspuren gefahren. Einmal öffnete die Oebisfelder Feuerwehr eine Tür, zweimal war sie bei Unfällen im Bahnverkehr vor Ort.

Mithilfe einer bebilderten Präsentation erinnerte Frank Hartwig seine Wehrmitglieder an alle Einsätze des vergangenen Jahres. Vor allem ist den Kameraden ein Brand in Niendorf in Erinnerung geblieben, bei dem verleimte Holzplatten brannten, die über drei Stunden lang gelöscht werden mussten. Spektakulär war im Oktober die Rettung zweier Personen von einem sinkenden Schiff im Mittellandkanal. Dort leuchteten die Feuerwehrleute zudem nachts im dichten Nebel die Einsatzstelle aus.

In Niendorf verhinderten die Kameraden, dass die Flammen eines Scheunenbrandes auf ein angrenzendes Wohnhaus übergriffen. Brennende Heuballen auf einem Reiterhof in Breitenrode sowie brennende Strohballen an der Oebisfelder Siedlung konnten außerdem von den Oebisfelder Brandbekämpfungsprofis gelöscht werden.

Interne Einsätze, an die sich die Kameraden gerne zurück erinnern, waren mehrere runde Geburtstage im vergangenen Jahr, bei denen drei Kameraden Kronkorken fegen und eine Kameradin Klinken putzen musste. Auch an der 1000-Jahr-Feier der Allerstadt beteiligten sich die Feuerwehrleute, die derzeit aus 37 aktiven Mitgliedern, 5 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung sowie 69 Bambinis, Kindern und Jugendlichen in den Nachwuchswehren bestehen. Jung und Alt gingen beim Festumzug in Oebisfelde mit.

"Die ehemals 126 fördernden Mitglieder befinden sich im Status ruhend", erklärte Frank Hartwig und wies damit auf die Gründung eines Feuerwehrfördervereins hin, die erst Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen wurde. Neben ihren Einsätzen absolvierten die aktiven Feuerwehrkameraden 2014 wieder etliche Lehrgänge wie beispielsweise die Maschinistenausbildung, Sprechfunklehrgänge und Truppmannausbildungen. Die Dienstbeteiligung - immer mittwochs gibt es bei der Oebisfelder Wehr die Dienstabende - bezeichnete Frank Hartwig als gut. Jeder Kamerad müsse 40 Dienststunden im Jahr nachweisen. Geschafft hätten dies 23 Kameraden. Darunter war Kristin Böhm mit 101 Stunden die Fleißigste.

 

Bilder