Beetzendorf l Einen neuen pflanzlichen Bewohner hat seit Dienstag der Park gegenüber dem Apenburger Hof in Beetzendorf. Ein zweieinhalb Jahre alter Ginkgo wurde dort von Gemeindemitarbeiter Claus Müller in die Erde gebracht. Der Baum ist eine Spende des Arendseer Ehepaars Ursula und Manfred Krüger, die beide die Pflanzaktion aufmerksam beobachteten. "Wir haben den Ginkgo am 3. Mai 2013 gekauft und bei uns in Arendsee angepflanzt, aber irgendwie fühlte er sich dort nicht wohl", berichtete Ursula Krüger. Deshalb habe sie nach einem besseren Standort gesucht und da fiel ihr als erstes ihre langjährige Heimat ein.

Burggemeinde war 34 Jahre lang das Zuhause

"Beetzendorf ist immer noch fest in meinem Herzen. Ich verfolge aufmerksam, was hier geschieht und lese die Klötzer Volksstimme", erzählte Ursula Krüger. 34 Jahre habe sie in der Burggemeinde gewohnt, dort ihren Mann kennengelernt, eine Familie gegründet und ein Haus gebaut. Vor fünfeinhalb Jahren dann der Abschied und schließlich der Neuanfang in Arendsee. "Die Altmark ist einfach schön", findet Ursula Krüger.

Als sie Bürgermeister Heinrich Schmauch anrief und nach einem Platz für den Ginkgo fragte, war der sofort Feuer und Flamme. Zwar war Krügers Wunschstelle auf dem Beetzendorfer Friedhof beim Grab ihrer Eltern nicht möglich, doch mit dem Park am Apenburger Hof war schnell ein idealer Standort gefunden. "Hier steht er gut und wird hoffentlich wachsen und gedeihen", meinte die Arendseeerin, die an die Bedeutung des Ginkgos erinnerte.

Baum kann über 1000 Jahre alt werden

Dessen Urform sei schon vor 300 Millionen Jahren auf der Erde heimisch geworden, er gelte als besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten, Pilzbefall und sogar radioaktive Strahlung. Einer der Bäume, die ursprünglich in Asien beheimatet sind und mehr als 1000 Jahre alt werden können, hat sogar den Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebt. "Er ist ein Hoffnungssymbol, ein Mahnmal für Umweltschutz und Frieden", erklärte Ursula Krüger.

Für Heinrich Schmauch steht der Ginkgo an seiner neuen Stelle goldrichtig. "Er passt sich als Solitärbaum wunderbar in die Sichtachse ein", meinte er. Besonders freue ihn, dass die Spender ihre alte Heimat Beetzendorf im Herzen behalten haben. Der Bürgermeister versprach, dass sich die Gemeinde um den Baum kümmern werde, damit sich viele Besucher des Parks an ihm erfreuen können.

Bilder