Seit Gründung der Jagdgenossenschaft Weddendorf vor 25 Jahren hieß der Vorsitzende Wilhelm Bischoff. Am Freitagabend während der Jahreshaupt- und Wahlversammlung nahm der inzwischen 80-Jährige seinen Abschied.

Weddendorf l "Ich denke, es ist an der Zeit, einem Jüngeren Platz zu machen", sagte der scheidende Vorsitzende. Der Jüngere kommt indes aus der eigenen Familie, heiß Jörg und ist der Sohn des Ex-Chefs der Genossenschaft. Er wird mit Dietmar Garche als Stellvertreter und Viola Hohmann als Schriftführerin, beide wurde einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, die kommende Wahlperiode in Angriff nehmen.

Sein Vater Wilhelm hinterlasse hingegen ein erfolgreich bestelltes Feld, wie es Weidmann Friedrich Borrosch, langjähriger Wegbegleiter des Ex-Vorsitzenden, formulierte. "Wir haben mit der Genossenschaft seit ihrer Gründung sehr gut zusammen gearbeitet. Das hängt meiner Meinung nach auch immer mit dem Vorstand und dessen Vorsitzendem zusammen", sagte der erfahrene Jäger weiter.

So sei auch das vergangene Jahr vom konstruktiven Miteinander geprägt gewesen. Dazu Wilhelm Bischoff: "Im Mittelpunkt unserer gesellschaftlichen Aktivitäten stand erneut das Pumpenfest am 1. Mai. Daran beteiligt ist nicht nur die Genossenschaft, sondern auch zahlreiche Menschen aus unserer Gemeinde - Jugendliche, die Familie Koschnick, der Kauschietenenne-Chor sowie Thea und Kurt Henneboh. Vergessen möchte ich natürlich auch nicht unsere Sponsoren."

Das Fest habe sich daher zu einem echten Höhepunkt entwickelt. Die Besucher kämen dabei nicht nur aus Weddendorf, sondern auch viele Oebisfelder und Einwohner aus den Ortsteilen ziehe es zur alten Dorfpumpe vor der ehemaligen Schule.

Das werde auch in wenigen Wochen wieder der Fall sein. Mit einer Änderung: Für das traditionelle Anpumpen werde diesmal nicht Wilhelm Bischoff zuständig sein. Sein Sohn Jörg versucht in seine Fußstapfen zu treten.

"Ich hoffe, dass ich euer Vertrauen nicht nur in puncto Anpumpen rechtfertigen kann. Doch ich bin zuversichtlich, dass das klappt. Nicht zuletzt, weil mein Vater über 25 Jahre einer guten Truppe vorstand. Dafür ein Dankeschön an ihn", sagte der neue Vorsitzende.

Beschlossen wurde am Freitagabend ebenfalls einstimmig, dass die Pacht bis auf wenige Ausnahmen in der Kasse verbleibe. Zu den Ausnahmen zählen unter anderem zwei private Personen sowie staatliche Institutionen wie die BVVG, die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt, das Uelzener Schifffahrtsamt oder der Zweckverband Drömling. Außerdem werde erneut für den Erhalt der Nicolaikirche gespendet. 50 Euro sollen in Kürze auf das Konto der Kirchförderer fließen.