Klötze l Eine regelrechte Explosion bei den Einnahmen aus der Hundesteuer hat es in der Stadt Klötze im Jahr 2011 gegeben: Knapp 17000 Euro betrug das Plus im Vergleich zum Jahr 2010 und ließ die Gesamteinnahmen auf rund 50000 Euro anwachsen. Das geht aus einer Statistik der Stadt hervor.

Abmeldung verstorbener Tiere nur mit Attest

Begründen lässt sich dieser Geldsegen wohl mit der Satzung, in der die Erhebung von Hundesteuern in der Stadt Klötze geregelt ist. Diese gilt seit Anfang 2011 einheitlich für alle Ortschaften der Einheitsgemeinde. Besonders in den Dörfern müssen viele Besitzer seit ihrer Einführung höhere Beiträge für ihre vierbeinigen Lieblinge abführen, wie ein Blick auf die Statistik zeigt. Zahlten die Jahrstedter beispielsweise im Jahr 2010 1572 Euro für ihre 109 angemeldeten Hunde, stieg dieser Betrag im folgenden Jahr auf 4478 Euro - bei gleicher Anzahl der Tiere. In vielen Orten haben sich mit der Einführung der einheitlichen Satzung die Steuerabgaben teilweise mehr als verdoppelt. Einzig im Ort Klötze hat sich damals laut Statistik wenig geändert. Mit rund 15100 Euro blieben die Beträge relativ stabil. Und das, obwohl 2011 sogar zehn Hunde mehr angemeldet waren als noch 2010.

Doch seit nunmehr vier Jahren gibt es immer weniger Hunde in der Einheitsgemeinde. Im Vergleich zum Jahr 2011 sank die Zahl der Tiere kontinuierlich um 140 auf insgesamt noch 1093 im vergangenen Jahr. Besonders deutlich ist dieser Rückgang in Klötze zu erkennen: Waren 2011 noch 375 Hunde angemeldet, schrumpfte ihre Zahl auf aktuell 315. In Kunrau sind mittlerweile 22 Hunde weniger zu Hause, in Kusey beträgt das Minus 17 Tiere. Einzig in Schwiesau leben damals wie heute 56 Hunde. Ihre Zahl veränderte sich in diesem Zeitraum nicht. Ein kleines Plus bei den Anmeldungen kann hingegen Dönitz verzeichnen: Statt 18 gab es dort zum Ende des vergangenen Jahres 21 Vierbeiner.

Konkrete Gründe, warum vermehrt Hunde in der Einheitsgemeinde abgemeldet wurden, kann Kathrin Heckl, Mitarbeiterin im Klötzer Kämmereiamt, nicht nennen. Sollte ein Hund sterben, sei allerdings ein tierärztliches Attest zum Abmelden nötig, erklärt Heckl. Dies komme häufiger vor. Sollten Hundebesitzer aus der Stadt wegziehen, erfahren die Mitarbeiter dies durch eine Mitteilung des Einwohnermeldeamtes.

Keine gefährlichen Hunde in der Stadt

Weniger Hunde bedeuten auch weniger Steuereinnahmen für die Stadt Klötze. Um knapp 3600 Euro gingen diese bislang insgesamt zurück.

Als gefährlich ist derzeit keiner der mehr als 1000 Hunde in der Stadt Klötze eingestuft, wie aus dem Rathaus mitgeteilt wird. Ein Tier, das nach einem Beißvorfall als gefährlich eingestuft worden ist, sei mittlerweile mit seinen Besitzern verzogen. Für solche Vierbeiner wird in Klötze eine besonders hohe Steuer fällig: Mit 280 Euro ist diese rund sieben Mal so hoch wie der Basissteuersatz.

Teuer kann es für Hundebesitzer auch werden, wenn ihre Vierbeiner zur Nachtzeit bellen. Fünf Beschwerden hat es 2014 deshalb gegeben, berichtet Petra Müller vom Ordnungsamt. Auch für nicht beseitigte Häufchen müssen Herrchen und Frauchen in die Tasche greifen. Für jeden solcher Vorfälle seien Verwarngelder in Höhe von je 30 Euro fällig.

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