Lockstedt/Hohenhenningen l Ein kalter Wind blies den Besuchern des Feldgottesdienstes am gestrigen Himmelfahrtstag ins Gesicht. Doch das kennen die Christen aus den Vorjahren bereits, da es an diesem Tag oft kühl und regnerisch ist. "Die Eisheiligen sind nicht weit", suchte Klötzes Pfarrer Johannes-Michael Bönecke nach einer Erklärung. Im vergangenen Jahr musste der Gottesdienst kurzfristig wegen des Morasts auf der Fläche in die Kirche verlegt werden.

Die rund 60 Gottesdienstbesucher, die am Donnerstagvormittag mit Fahrrädern oder Autos zum Ellernbusch zwischen Lockstedt und Hohenhenningen gekommen waren, hatten sich jedenfalls mit wärmenden Decken und Kissen darauf eingestellt.

Auf der Wiese hatten Helfer am Morgen bereits Bänke und Tische aufgestellt. Das Läuten der Glocken der fernen Kirche von Hohenhenningen gab das Zeichen zum Beginn. Gudrun Bönecke begleitete den Gesang am Keyboard.

"Himmelfahrt ist ein Abschied von Jesus", sagte Johannes-Michael Bönecke in seiner Predigt. "Jedoch ist das ein Abschied mit großer Freude" und nur auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich. Zur Freude der Gottesdienstbesucher zog Johannes-Michael Bönecke einen erklärenden Vergleich zu einem Besuch, "der zweimal schön ist: Wenn er kommt und wenn er dann wieder geht". Manchmal sei eine Trennung unumgänglich, verdeutlichte er. Doch schöne Erinnerungen würden den Abschied erleichtern, "genauso wie Gottes Segen, der bei uns bleibt."

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich die Besucher aus dem Kirchspiel Klötze-Neuendorf stärken. Dafür hatten fleißige Helfer zuvor den Grill angeheizt.

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