Oebisfelde (jpi). Die beste Fußball-Freizeitmannschaft in Oebisfelde zu sein – an diesem Ruf arbeiten seit Jahren die Jungs des Schwarze-Schafe-Teams. Aber die Formation um Raik Schlüter hat einen harten Kontrahenten: die Rote Laterne. Beide Mannschaften dominierten im vergangenen Sommer die Turniere auf den Sportplätzen. Logisch, dass beide am Sonnabend auch in der Sporthalle am Bahnhof beim offenen Hallenfußball-Wanderpokalturnier des 1. FC Oebisfelde für Freizeitmannschaften die Favoriten waren. Ihrer Rolle wurden sie auch gerecht.

Nach über vier Stunden standen sich Schwarze Schafe und die Rote Laterne im Endspiel gegenüber.

Im Finale sprach personell einiges für die Laterne. Zum Beispiel Wechselspieler. Die hatten die Schafe nicht zu bieten. Dafür aber jede Menge Kampfgeist. So gelang den Schafen trotz einer Zeitstrafe, zwei Minuten musste die Mannschaft nur mit drei Feldspielern auskommen, die 2:1-Führung. Kurz vor Schluss markierte Christian Hauke für die Laterne noch das 2:2. Die Entscheidung musste vom Neunmeterpunkt fallen.

Auch dort begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Nach zwei Schützen, drei pro Mannschaft traten an, gab es wieder einen Gleichstand. Dann vergeigte Laterne den dritten Schuss. Die Schafe behielten hingegen die Nerven. Fabian Hönl versenkte den letzten Ball zum insgesamt 5:4 sicher und lag wenig später jubelnd in den Armen seiner Mannschaftskameraden.

Der Neunmeterpunkt spielte ebenfalls in der Partie um den dritten Rang zwischen dem Jugendclub Klötze und dem Team Wassensdorf die entscheidende Rolle. Nach der Spielzeit von zehn Minuten stand es 3:3, nach dem Gang zum Neunmeterpunkt 5:4 für die Wassensdorfer.

Auf denn weiteren Plätzen folgten die Freizeitmänner des 1. FC Oebisfelde III, Eintracht Niendorf I sowie die abgeschlagenen, aber stets unverzagt kämpfenden Jungen von East Area Klötze und Eintracht Niendorf II. Alle platzierten Mannschaften erhielten natürlich Preise und die East-Area-Vertretung sogar noch einen Sonderpreis. Patrick Matzat erzielte in der Partie um Platz sieben gegen Niendorf II das 100. Turniertor.

Wie Turnierleiter Matthias Polep, zugleich Vorsitzender des 1. FC Oebisfelde, nach der Siegerehrung erklärte, soll im nächsten Jahr der Modus wahrscheinlich geändert werden. Zumindest mit Blick auf die Zusammensetzung der Staffeln. Denn das Losverfahren erwies sich nicht als vorteilhaft. Schließlich trafen in der Staffel II mit Rote Laterne, Schwarze Schafe und dem FCO III gleich drei Top-Vertretungen aufeinander. Auf der Strecke blieb der FCO, für den auf jeden Fall mehr möglich war als Rang fünf in der Endabrechnung.